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Jonaja
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Augenlasik - 2009

Da es hier noch nicht so viel zu lesen gibt, dachte ich, ich schreibe mal über meine Lasik.
Es war zwar schon im Dezember 2009, aber erstens ist es auch gut über die Entwicklung nach ein paar Jahren was davon zu hören, außerdem hat sich in der Methodik ja denke ich nicht sonderlich viel verändert seither.

Also ich war in Hamburg bei care Vision, die op selbst war dann im UKE.

Leider weiß ich nicht mehr alle Einzelheiten, aber zunächst mal zur Ausgangslage:
Beiderseit knapp -5,5 Dioptrien, inkl einer leichten hornhautverkrümmung. Die Werte waren vorher schon ca fünf Jahre stabil, empfohlen ist Minimum ein Jahr ohne Veränderung.

Das erste Gespräch war relativ allgemein, es wurde ein Video über lasik und Lasek gezeigt, ein Sehtest gemacht und der Arzt hat erstmal grob geschaut, ob es anatomisch möglich wäre, dh vor allem Hornhautdicke und natürlich ob die Augen gesund sind.

Als das alles ok war, hatte einige Zeit später den eigentlichen vor-Termin mit genauer hornhautvermessung, inkl weit-Tropfen usw. Dafür durfte ich auch eine Woche lang keine Kontaktlinsen tragen, da diese die Oberfläche der Hirnhaut zu stark verfälschen.

Der op Tag war dann ein Freitag bei mir, relativ spät, ich glaube so zwischen drei und vier nachmittags. Dort angekommen wurden die Augen weit getropft und in so einer Art Schleuse bekam ich dann Kittel, Haube und die Betäubungstropfen.
Danach musste ich mich auf die liege legen, und nach der Desinfizierung ging es auch los: ich hatte eine manuelle Öffnung der Hornhaut (heute wird das auch oft mit Laser gemacht), das heißt es fühlte sich an, als ob man ein Schnapsglas relativ stark aufs Auge drückt und dann ziepte es auch einmal, als dann wirklich geschnitten wurde.
Danach wurde das Teil zur Seite geklappt und gelasert, davon habe ich gar nichts mitbekommen, nur ein Licht habe ich blinken gesehen, aber nicht unangenehm. Auch gerochen habe ich nichts (das liest man häufig, es soll ähnlich wie verbrannte Haare riechen).
Danach wurde die Hornhaut wieder zurückgeklappt und "glattgestrichen", das fühlt man etwas, aber das fand ich insgesamt mit am angenehmsten, weil man danach schon weniger verschwommen sieht als bei der op an sich.
Danach kam die zweite Seite dran, da war das abschneiden schmerzhafter, ich weiß nicht warum, vielleicht weil die Betäubung da schon älter war. Ansonsten identisch.

Danach musste ich noch ein bisschen im Wartezimmer warten und dann wurde nochmals überprüft ob noch alles richtig liegt.
Danach durfte ich mit Augentropfen (antibiotisch und zum befeuchten) und für nachts durchsichtige Augenklappen, nach Hause.
Während ich bis dahin "nur" blendempfindlich war, ging es im Auto dann los, ich hatte echt schmerzen. Zu Hause bin ich gegen sechs ins Bett, mit Schmerzmittel und rollläden zu, und dann Gott sei dank schnell eingeschlafen.
Am nächsten Morgen war alles gut: keine Schmerzen, außer schnell trockenen Augen, und ich konnte zu 95% sehen, der Rest kam dann in den nächsten Wochen.
Ich musste ca vier Wochen (oder waren es sechs?) tagsüber alle paar Stunden Augentropfen benutzen, und anfangs war ich auch sehr empfindlich gegen blenden und Luftzug, also bin ich abends mit Sonnenbrille nach Hause geradelt Wink

Man soll anfangs nicht übers Auge reiben und erst recht nicht rubbeln, und es dauert auch sehr lange, bis man sich das wieder traut...

Stand heute:
Immer noch 100% Sehkraft aber als einzige Nebenwirkungen schneller trockene Augen als früher (harmlos) und nachts sehe ich etwas schlechter, rund um Ampeln, Lichter oder Scheinwerfer bilden sich so "strahlen" die etwas nerven können. Das ist eine bekannte Folge der Maserung, und umso schlimmer je stärker gelasert wird und je müder ich bin.
Gekostet hat das damals 2000 plus Medikamente.

Fazit: ich bin super zufrieden damit, würde es immer wieder tun, muss aber ehrlich zugeben, dass ich die op selber unangenehm fand.

fee
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Hallo liebe Jonaja,

vielen Dank für diesen tollen, ausführlichen Bericht über deine Erfahrungen mit der Laser-OP der Augen. Gerade weil die Augenlaser-OP schon so lange her ist, finde ich es sehr interessant von deinen Langzeit-Erfahrungen zu lesen, und dass du auch nach so langer Zeit noch zufrieden mit dem Ergebnis bist. Aber auch, dass du die unangenehmen Seiten von dem Eingriff nicht verschweigst, sowohl direkt während der OP wie auch in der Zeit danach, finde ich sehr hilfreich! Dankeschön dafür!

Liebe Grüße
Fee

Mein Blog für Living, Lifestyle, Kosmetik & Reisen http://infarbe.blog/ Meine Beauty-Community http://www.combeauty.com

emi
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Toller Bericht, total interessant! Ich habe mich mal sehr für eine Augenlaser-OP interessiert, habe mich aber bisher noch nicht durchringen können. Zum einen die Unsicherheit, was da passiert und wegen der Risiken und zum anderen wegen des Geldes.

100% Sehkraft noch 8 Jahre nach dem Augenlasern ist ja mega! Dann hat sich das Geld bestimmt schon gelohnt, alleine wenn man mal zusammenrechnen würde, was man in der Zeit an Kontaktlinsen und Kontaktlinsenzubehör bezahlt hätte. Bei 100 % Sehkraft brauchst du jetzt gar keine Kontaktlinsen und keine Brille mehr?

LG
emi

Jonaja
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Genau, ich habe seitdem weder Brille noch Kontaktlinsen gebraucht.
Also für mich hat es sich wirklich gelohnt, und ich bin froh dass ich es gemacht habe.

Meine Schwester hat übrigens auch lasern lassen, bei ihr ist es mittlerweile auch bei 100%, allerdings musste sie damals nach ca vier Monaten nochmal nachlasern lassen, da ca -1,5 auf beiden Seiten noch da waren. Aber ich muss dazu sagen, dass sie nochmal mehr minus hatte als ich. Sie hatte auch mehr schmerzen (beim ersten Mal) als ich hinterher, ist aber im Endeffekt auch der Meinung dass sich die Schmerzen gelohnt haben.
Gezahlt hatte sie fast das doppelte, das nachlasern war umsonst.

emi
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Echt cool, dass es bei dir so toll geworden ist - und das zu dem Preis. War deine Schwester in der gleichen Laserklinik wie du?

Jonaja
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Nein, meine Schwester hat da noch am anderen Ende von Deutschland gewohnt Wink
Sie war bei einer Augenarztpraxis die sich darauf spezialisiert haben. Sie war aber auch ein grenzwertiger Fall wo vorher bekannt war, dass es nicht auf Anhieb klappt.

juneve
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Super interessanter Bericht! Eigentlich wollte ich das auch immer machen lassen. Habe -2,25 und -2,5 Dioptrien. Seit 20 Jahren trage ich Kontaklinsen, die man 1 Monat Tag und Nacht tragen kann, ohne sie rauszunehmen.

Wahrscheinlich ist das der Grund, dass ich das Thema nicht ernsthaft angegangen bin. Ich komme gut klar mit den Kontaktlinsen.

Ich vermute mal, dass man irgendwann dann zu alt ist, oder? Ich merke schon, dass jetzt langsam die Altersweitsicht beginnt.

LG juneve

Jonaja
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Ich hatte diese Tag-und Nacht Linsen auch ne ganze Zeit, aber da die Augenärzte da immer die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und ich die irgendwann immer schlechter vertragen habe (Trockene und brennende Augen, Fremdkörpergefühl), habe ich mich dann doch hinreißen lassen...

Ich weiß nicht ob man kurz-und Weitsichtigkeit beides Lasern lassen kann, aber es muss einem halt bewusst sein, dass sie Alterssichtigkeit kommen wird, bzw halt verschlimmert.
Ich denke das ist einfach eine persönliche Entscheidung, will ich möglichst lange gar keine Brille, dann lohnt es sich ab einem gewissen Alter wohl eher nicht mehr, will man aber im Alltag nur keine Brille und beim lesen oder Autofahren ist es egal, dann könnte ich mir das auch noch später vorstellen.

emi
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Jonaja schrieb:

Nein, meine Schwester hat da noch am anderen Ende von Deutschland gewohnt Wink
Sie war bei einer Augenarztpraxis die sich darauf spezialisiert haben. Sie war aber auch ein grenzwertiger Fall wo vorher bekannt war, dass es nicht auf Anhieb klappt.

Danke für deine Antwort. Dann ist es aber toll, dass es bei deiner Schwester mit dem Nachlasern trotzdem noch geklappt hat und dass das Nachlasern nichts mehr gekostet hat.

Gelbe
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Sehr spannend dein Erfahrungsbericht. Mich hat es ja ein wenig gegruselt, als ich gelesen habe, wie bei dir bei vollem Bewusstsein mit Auge geschnitten und gelasert wurde. Ich kann mir überhaupt gar nicht vorstellen, wie man dabei ruhig liegen bleiben kann ohne sich zu bewegen. Respekt, wie du das geschafft hast.

Ist es denn gar nicht gefährlich, wenn man sich während der Augenlaser-OP bewegt? Bekommt man wenigstens ein Beruhigungsmittel oder irgendwas, damit man dabei ruhig bleibt und nicht hin und her zappelt?

Jonaja
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Beruhigungsmittel hab ich keines bekommen, aber man zappelt da normal auch nicht.
Zuerst mal ist das Auge ja betäubt, dann werden die lider mit so Haken aufgehalten. Aber durch die Betäubung hat man auch nicht das Gefühl dass man blinzeln müsste.
Wenn das manuell aufgeschnitten wird, setzen Sie für dabei so eine Art umgedrehtes Schnapsglas aufs Auge, d kann man gar nicht "weggucken" oder so.
Alles was der Laser macht, gleicht er sofort aus, oder hört auf, wenn die Bewegung zu stark ist.
Aber ich glaube das ist eher in der Theorie ein Problem, erstens soll man währenddessen auf einen Lichtpunkt schauen, und außerdem ist alles soo nah am Auge und dann noch weitgetropft, dass man sowieso nichts erkennen kann, von daher hat man gar nicht diesen normalen Reflex wie sonst.

Gelbe
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Das klingt beruhigend. Danke für deine tolle Erklärung Smile

fee
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Für mich klingt es auch wenig gruselig. Ich bin ja total empfindlich, wenn etwas Spitzes in die Nähe meiner Augen kommt. Aber wenn es bei mir möglich wäre, würde ich wahrscheinlich trotzdem eine Augenlaser-OP machen lassen wollen. Schade, dass bei mir so langsam die Altersweitsichtigkeit zuschlägt und dass man das nicht mehr lasern kann. Gegen meine Kurzsichtigkeit trage ich ja Kontaktlinsen, die stören mich gar nicht. Aber dass ich nun permanent eine Lesebrille dabei haben muss, finde ich schon nervig ....

Liebe Grüße
Fee

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