Haarausfall
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Haarausfall

Schönes und gesundes, volles Haar gilt als Zeichen von Gesundheit und Vitalität. Eine Glatze hingegen wird mit abnehmender Stärke und fortgeschrittenem Alter assoziiert. Doch längst bleiben auch jüngere Menschen nicht von Haarausfall verschont. Dahinter können verschiedene Ursachen stecken.

Kreisrunder Haarausfall

Von der sogenannten Alopecia areata sind überwiegend Frauen im zweiten Lebensdrittel betroffen. Zwar sind die genauen Ursachen für den Haarverlust nicht bekannt, allerdings geht man davon aus, dass viele Faktoren zusammenwirken. So steht u. a. ein Autoimmunprozess im Verdacht, das körpereigene Gewebe anzugreifen und von der Nährstoffversorgung abzutrennen, weil er dieses für Fremdgewebe hält. Infolgedessen veröden die Haarwurzeln und das Haar fällt schließlich aus. Bei Kindern tritt am häufigsten die Alopecia areata circumscripta auf, bei der neben der Kopfbehaarung auch Augenbrauen und Wimpern ausfallen. In vielen Fällen kommt es jedoch auch ganz ohne Behandlung zu einer Rückbildung der Erkrankung.

Pilze auf der Kopfhaut

Pilzinfektionen auf der Kopfhaut können ebenfalls zum Haarverlust führen. Dabei wird Kopfpilz durch Dermatophyten verursacht und geht oft mit geröteten, schuppigen Hautstellen auf dem Kopf einher. Beim häufigsten Erreger, dem Microsporum canis, können jedoch allgemeine Entzündungsreaktionen auch vollständig ausbleiben. Eine Pilzinfektion wird oft durch Haustiere übertragen oder entsteht nach einem Aufenthalt in ländlicher Umgebung, sie lässt sich jedoch mit Antimykotika gut behandeln.

Nährstoffunterversorung

Auch Mangelzustände wie etwa die Unterversorgung mit Eisen oder aber bestimmte Medikamente oder eine Schilddrüsenfehlfunktion können zu diffusem Haarausfall führen. Nährstoffdefizite können das Ausdünnen und Ausfallen der Kopf- und Körperbehaarung verursachen. Biotin und die Vitamine des Vitamin B-Komplexes sind für den Aufbau von Haaren und Nägeln besonders wichtig.

Trichotillomanie

Bei der Trichotillomanie handelt es sich um eine Zwangsstörung, bei der sich Betroffene die eignen Haare ausreißen. Die Krankheit wurde erst zum Ende des vorigen Jahrhunderts als komplexe psychische Störung anerkannt. Die meisten Patienten sind bei Beginn der Erkrankung zwischen 6 und 12 Jahre alt, doch auch bei Kindern im Alter von 2 Jahren lässt sich Trichotillomanie diagnostizieren. Als Ursache gelten traumatische Erlebnisse wie etwa der Tod einer nahestehenden Person. Betroffene berichten von einer zunehmenden Spannung vor und einem Gefühl der Entspannung nach dem Ausreißen. Da zu den Begleiterkrankungen der Trichotillomanie u. a. auch Depressionen und Angststörungen zählen, sollte bei Kindern in jedem Fall ein Therapeut zu Rate gezogen werden.

Textquelle: medicalpress

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