Bauchnabelkorrektur
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Bauchnabel-Korrektur

Bei dem Bauchnabel (lateinischer Fachbegriff Umbilicus), auch kurz Nabel genannt, handelt es sich streng genommen um eine Narbe auf dem Bauch, die nach der Geburt entsteht, wenn die mit der Plazenta der Mutter verbundene Nabelschnur des Kindes durchtrennt und entfernt wird. Die optische Erscheinung des Bauchnabels hängt von verschiedenen Kriterien ab, z.B. von

  • dem Umgang mit dem Bauchnabel nach der Geburt
  • der Beschaffenheit der Bauchmuskulatur
  • genetischen Gegebenheiten
  • und körperliche Belastungen. 

In den meisten Fällen sieht der Nabel wie eine Vertiefung mit unterschiedlich ausgeprägten, nach innen gekehrten Falten und Verwachsungen aus. Diese Form des Bauchnabels wird deshalb oft als Norm und damit auch als Idealbild des Bauchnabels empfunden.

Weniger häufig zeigt sich der konvex, tellerartig nach außen gestülpte Bauchnabel. Da diese Form nicht als Norm gesehen wird, kann sich bei den Betroffenen der Wunsch nach einer optischen Bauchnabelkorrektur einstellen.

Weitere Erscheinungsformen des Bauchnabels, die oft als störend empfunden werden, zeigen sich bei starker Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme und Erschlaffung der Haut am Bauch. Dann verliert der Nabel seine ursprünglich runde Form und erscheint nur noch als schmaler, länglicher Schlitz. 

Wer mit dem Aussehen seines Bauchnabels sehr unzufrieden ist, kann diesen chirurgisch korrigieren lassen.  

Hat sich der Bauchnabel aufgrund eines Nabelbruchs (Fachbegriff Nabelhernie) verformt, führt das nicht nur zu optischen Beeinträchtigungen sondern auch zu Schmerzen, Schwellungen und Rötungen im Bauchnabelbereich.

Deshalb ist in solchen Fällen eine Bauchnabelkorrektur aus medizinischen Gründen angezeigt, bei der - anders als bei einer aus rein ästhetischen Gründen durchgeführten Bauchnabelkorrektur - die Kosten dann auch meistens von den Krankenkassen getragen werden.

Wie eine chirurgische Bauchnabelkorrektur abläuft, was vor und nach der OP zu beachten ist, welche Risiken damit verbunden sind und wie hoch die Kosten dafür sind, findet Ihr in der Info-Box auf dieser Seite.

Außerdem können alle Fragen zum Thema Bauchnabelkorrektur und zu anderen Themen der Plastischen Chirurgie auch im Expertenrat für Plastische Chirurgie gestellt werden, wo diese von kompetenten Plastischen Chirurgen beantwortet werden: Expertenrat Plastische Chirurgie

Wer gern im Plastische Chirurgie Forum Erfahrungsberichte lesen oder selber einstellen und sich mit anderen combeauty Usern zu Fragen zum Thema Bauchnabelkorrektur austauschen möchte, kann das hier tun: combeauty Forum Plastische Chirurgie


Bezeichnung:

  • Bauchnabelkorrekur

Narkose:

  • Meist Lokalanästhesie
  • Vollnarkose bei Operation eines Nabelbruchs oder bei Kombination der Bauchnabelkorrektur mit größeren Eingriffen wie Fettabsaugung, oder Bauchdeckenstraffung

OP-Dauer:

  • ½ Stunde bis 1 ½ Stunden (in Kombination mit anderen Eingriffen entsprechend länger) 

Klinik-Aufenthalt:

  • In der Regel ambulant (in Kombination mit anderen Eingriffen ca. 1 bis 3 Tage in der Klinik) 

Risiken:

  • Rötungen, Schwellung, Blutergüsse (Hämatome), wuchernde Narben (Keloidbildung), Infektionen 

Kosten:

  • Ca. 2.000 bis 4.000 Euro

In den meisten Fällen wird eine Bauchnabelkorrektur mit einer lokalen Betäubung (siehe auch Lokalanästhesie) durchgeführt. Eine Vollnarkose (siehe Allgemein-Anästhesie) ist normalerweise nur dann erforderlich, wenn die Bauchnabelkorrektur zusammen mit einem größeren Eingriff wie z.B. einer Fettabsaugung oder Bauchdeckenstraffung durchgeführt wird.

Vor der Operation zeichnet der Chirurg die geplanten Schnitte mit einem Stift auf die Haut auf. Bei der eigentlichen Operation entfernt der Arzt dann über einen kleinen Schnitt am Bauchnabel die überschüssige Haut und eventuell störendes Fettgewebe und modelliert den Bauchnabel neu.

Liegt der Bauchnabel sehr tief, muss gegebenenfalls noch das umliegende Gewebe entsprechend angepasst werden. Zum Schluss werden die Schnitte genäht, und es wird ein Pflaster und/oder ein Verband aufgebracht

Auf das Rauchen sollte zwei Wochen vor der geplanten chirurgischen Bauchnabelkorrektur verzichtet werden. Wenn ein kompletter Verzicht nicht möglich ist, sollte der Nikotingenuss so weit wie möglich eingeschränkt werden, da das Nikotin die Durchblutung verschlechtert und so die Wundheilung negativ beeinflussen kann.

Blutverdünnende Medikamente sollten vor dem Eingriff nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Besonders ist zu beachten, dass auch Aspirin eine blutverdünnende Wirkung hat und während der Operation zu starken Blutungen führen kann.

In den ersten Wochen nach der Bauchnabelkorrektur sollte möglichst bequeme Kleidung getragen werden, die keinen Druck und keine Reibung im Bereich des Bauchnabels erzeugt. Ein Gürtel sollte während der Heilungsphase möglichst gar nicht getragen werden.

Auch sollte während der Heilungsphase auf körperlich anstrengende Tätigkeiten und Sport verzichtet werden. Denn wird die Bauchmuskulatur zu sehr angespannt, werden sonst die Nähte gedehnt und der Heilungsprozess gestört. Das kann zu unschönen Vernarbungen führen.

Duschen ist nach Rücksprache mit dem Arzt meist schon am Tag nach der Operation wieder möglich. Auf Vollbäder, Sauna und Solarium sollten in der ersten Zeit nach der Bauchnabelkorrektur verzichtet werden

Rötungen, Schwellungen und Hämatome sind nach einer chirurgischen Bauchnabelkorrektur ganz normal und verschwinden normalerweise innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen.

Kommt es zu ernsthaften Komplikationen aufgrund von Durchblutungsstörungen oder Infektionen, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden, der dann die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

Wenn eine Infektion nicht rechtzeitig behandelt wird, kann die Infektion des Bauchnabels sonst das Bauchfell angreifen und zu einer gefährlichen Bauchfellentzündung (medizinisch Peritonitis) führen.

Die Preise für eine Bauchnabelkorrektur liegen meist zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Wird die Bauchnabelkorrektur mit einem anderen Eingriff wie einer Fettabsaugung oder einer Bauchdeckenstraffung kombiniert, sind die Kosten entsprechend höher.

Liegt für die Operation eine medizinische Indikation wie bei einem Bauchnabelbruch vor, werden die Kosten dafür in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen.

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