Bauchdeckenstraffung
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Bauchstraffung

Der Wunsch nach einer Bauchstraffung kommt meist dann auf, wenn sich z.B. nach größerer Gewichtsabnahme oder Schwangerschaft(en) die Bauchdecke nicht mehr komplett zurückbildet. Durch eine chirurgische Bauchdeckenstraffung kann die erschlaffte Bauchdecke gestrafft und so der Wunsch nach einem schlankeren, straffen Bauch erreicht werden.

In der Info-Box auf dieser Seite gibt es die wichtigsten Daten und Fakten zur chirurgischen Bauchdeckenstraffung (Fachbegriff Abdominoplastik) im Überblick. Außerdem werden die verschiedenen OP-Techniken zur Bauchdeckenstraffung erläutert und Informationen zu den möglichen Risiken und zu den Kosten gegeben.

Außerdem können alle Fragen zum Thema Bauchdeckenstraffung und zu anderen Themen der Plastischen Chirurgie auch im Expertenrat für Plastische Chirurgie gestellt werden, wo diese von kompetenten Plastischen Chirurgen beantwortet werden: Expertenrat Plastische Chirurgie

Wer gern im Plastische Chirurgie Forum Erfahrungsberichte lesen oder selber einstellen und sich mit anderen combeauty Usern zu Fragen zum Thema Bauchdeckenstraffung austauschen möchte, kann das hier tun: combeauty Forum Plastische Chirurgie

Dort gibt es auch einen Erfahrungsbericht Bauchdeckenstraffung mit Vorher-Nachher-Bildern und Bildern von den Narben:

Erfahrungsbericht Bauchdeckenstraffung



Bezeichnungen, Fachbegriffe

  • Bauchstraffung, Bauchdeckenstraffung, Bauchdeckenplastik, Abdominoplastik 

OP Dauer 

  • je nach OP-Technik und Aufwand ca 2-4 Stunden

OP-Methoden

  • Mini-Bauchdeckenstraffung ohne Versetzung des Nabels, große Bauchdeckenstraffung mit Versetzung des Nabels - mit oder ohne Muskelstraffung, obere Bauchdeckenstraffung

Narkose

  • Vollnarkose

Klinikaufenthalt 

  • stationär mit i.d.R. 1 - 4 Übernachtungen

Nach der OP 

  • Tapeverband ca 1 Woche, Kompressionsmieder ca 6 - 8 Wochen nach OP
  • nicht selbstauflösende Fäden ca 2 Wochen nach OP ziehen lassen
  • Duschen nach Entfernen des Tapeverbandes ca 1 Woche nach OP wieder möglich, auf warme Vollbäder sollte man die ersten 4 Wochen nach OP verzichten
  • Arbeitsfähig nach ca 2-3 Wochen, bei schweren körperlichen Tätigkeiten nach ca 6-8 Wochen
  • Sport ca 6-8 Wochen nach OP
  • Sonnenbaden, Solarium, Sauna frühestens 6 Monate nach OP (bis zur kompletten Abheilung der Narben sollte aber direkte Sonnen- oder Solarium-Einstrahlung durch Abdecken der Narben vermieden werden)

 

Bei einer Bauchdeckenstraffung werden vom Plastischen Chirurgen erschlaffte, überschüssige Haut und überschüssiges Gewebe entfernt und gestrafft. Der Schnitt erfolgt dabei meistens kurz über der Schambehaarung und von da aus an den Beckenknochen entlang, so dass die bei dem Eingriff entstehende Narbe beim Tragen von Bikini und Slip später möglichst gut versteckt werden kann.

Ein weiterer Schnitt erfolgt um den Bauchnabel herum, damit der Bauchnabel an der richtigen Stelle stehen bleibt und nicht mit der gestrafften Haut heruntergezogen wird. Dafür muss dann an der richtigen Stelle der heruntergezogenen Haut ein Loch geschnitten und der Bauchnabel dort vernäht werden. Deshalb spricht man auch von "Bauchnabelversetzung".

Bei nur sehr geringem Hautüberschuss kann möglicherweise auch eine sogenannte kleine Bauchdeckenstraffung ohne Bauchnabelversetzung infrage kommen.

Dagegen könnte bei extrem ausgeprägtem Hautüberschuss eventuell zusätzlich zur quer über den Beckenkamm verlaufenden Narbe noch ein weiterer senkrecht verlaufender Schnitt erforderlich sein. Diese Art der Bauchdeckenstraffung wird auch "T-Bauchdeckenstraffung" genannt.

Nur sehr selten wird die OP-Methode der oberen Bauchdeckenstraffung durchgeführt, bei der der Schnitt nicht entlang des Beckenkamm sondern unterhalb der Brustfalte erfolgt.

Die chirurgische Bauchdeckenstraffung kann für ein optimales Ergebnis auch mit einer Fettabsaugung kombiniert werden. Siehe dazu auch: Fettabsaugung - Liposuktion.

Bei einer chirurgischen Bauchdeckenstraffung handelt es sich um einen relativ großen Eingriff mit einer großen Wundfläche und einer langen Narbe. Dementsprechend sind damit auch größere Risiken beim Auftreten von Komplikationen verbunden als bei einem vergleichsweise kleineren Eingriff.

Neben den normalen OP- und Narkoserisiken besteht das Risiko von Infektionen, Wundheilungsstörungen und Seromen (Ansammlung von Wundwasser). Kommt es aufgrund mangelnder Durchblutung z.b. des versetzten Bauchnabels kann das Durchblutungs-Störungen verursachen, die im schlimmsten Fall zum Absterben des Gewebes führen. Diese schwerwiegende Komplikation wird mit dem Fachbegriff Nekrose bezeichnet.

Wird die Bauchdeckungstraffung aber von einem erfahrenen und sorgfältig arbeitenden Chirurgen ausgeführt, lassen sich diese Risiken deutlich reduzieren. Dabei ist es aber auch sehr wichtig, mit dem eigenen Verhalten vor und nach der Operation einen möglichst komplikationsfreien Heilungsverlauf zu unterstützen. Dabei sollte man sich genau an die Vorgaben des Plastischen Chirurgen halten und z.B. das Rauchen vor und nach der Operation für eine gewisse Zeit einstellen oder zumindest stark reduzieren.

Nach einer chirurgischen Bauchdeckenstraffung sollte in den ersten Wochen darauf geachtet werden, dass der Oberkörper weder zu stark gestreckt oder gebeugt wird. Das ist wichtig, damit nicht zu viel Spannung auf die Narbe kommt und die Narbe schön verheilen kann.

Falls während der Operation Drainagen gelegt wurden, können diese ca 2-4 Tage nach dem Eingriff entfernt werden. Nicht selbstauflösende Fäden werden ca. 2-3 Wochen nach der OP gezogen. 

Je nachdem, wie aktiv man nach einer Bauchdeckenstraffung ist, kann nach der OP eine Thrombose-Prophylaxe empfohlen werden. Körperliche Schonung ist zumindest für die ersten 2 bis 3 Wochen angesagt.  Sport und das Heben von schweren Gegenständen ist frühestens nach ca. 6-8 Wochen wieder möglich.

Ein nach der OP angelegter Tapeverband wird für ca 1-2 Wochen getragen. Anschließend ist Duschen wieder möglich. Auf warme Vollbäder sollte man aber mindestens 4 Wochen verzichten. Und ein Kompressions-Mieder muss mindestens 6-8 Wochen getragen werden.

Direkte Sonneneinstrahlung, Solarium und Sauna-Besuche sind frühestens 6 Monate nach dem Eingriff erlaubt.

Ca 3-6 Monate nach dem Eingriff läßt sich das vorläufige Ergebnis beurteilen. Bis das endgültige Ergebnis einzuschätzen ist und die Narben komplett verheilt sind, vergeht aber mindestens ein Jahr.

 

Die Kosten einer Bauchdeckenstraffung liegen in Deutschland meist in einer Bandbreite von 5000 - 8000 Euro, können aber abhängig von OP-Aufwand und individueller Preisgestaltung des Plastischen Chirurgen auch darunter oder darüber liegen.

Eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist nur in sehr wenigen Fällen möglich. Handelt es sich um eine rein kosmetische Operation, zahlt die Krankenkasse die Operationskosten nicht. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist eine medizinische Indikation wie z.B. das Auftreten von Infektonen oder Pilzbefall in den Hautfalten der überhängenden Haut.

Allerdings ist auch in solchen Fällen eine Kostenübernahme nicht immer garantiert. Im Einzelfall wird die Entscheidung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) getroffen.

Von Experten ausgewählte Videos zum Thema Bauchdeckenstraffung kann man sich hier anschauen: combeauty Videos Bauchdeckenstraffung

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