Brustimplantate
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Brustimplantate

Die Brustvergrößerung mit Brustimplantaten zählt weltweit zu den am häufigsten durchgeführten Schönheitsoperationen. Im Vergleich zu einer Brustvergrößerung mit Eigenfett oder Hyaluronsäure läßt sich eine Brust durch das Einsetzen von geeigneten Brustimplantaten nicht nur langfristig um eine oder mehrere Körbchengrößen vergrößern, sondern auch straffen und neu formen. 

Dafür gibt es von verschiedenen Herstellern ein vielfältiges Angebot von unterschiedlichen Brustimplantaten in unterschiedlichen Formen und Größen.

Weitere Informationen zum Thema Brustimplantate wie Größen, Formen, Materialien und Risiken können in der untenstehenden Info-Box nachgelesen werden.

Wer Fachfragen zum Thema Brustimplantate hat, kann diese im Expertenrat Plastische Chirurgie stellen. Fachärzte für Ästhetisch Plastische Chirurgie beantworten dort kostenlose Eure Fragen.

Und wer sich mit anderen zum Thema Brustvergrößerung und Brustimplantate austauschen oder Erfahrungsberichte lesen möchte, kann das im combeauty Forum für Plastische Chirurgie tun.


Die Größe von Brustimplantaten zur Brustvergrößerung wird in der Regel als Volumen in cc oder ml angegeben.  Das Volumen ergibt sich bei runden Implanten aus dem Durchmesser und der Projektion der Implantate. Bei anatomischen Implantaten ergibt sich das Volumen aus der Höhe x Breite x Projektion.

Alleine aus der ml bzw cc Größen-Angabe eines Implantates lassen sich übrigens keine pauschalen Schätzungen zu Körbchengrößen ableiten, da bei einem breiten Brustkorb sehr breite Implantate schon für eine relativ kleine Körbchengröße  benötigt werden, während bei einem sehr schmalen Brustkorb schon sehr schmale Implantate mit wenig cc eine relativ üppige Körbchengröße ergeben können. 

Die passenden Größen für eine geplante Brustoperation werden deshalb abhängig von dem Wunschergebnis und der individuellen Ausgangslage vor der Operation ermittelt, indem z.B. die Breite und Höhe der Brustbasis ausgemessen wird. Danach richtet sich dann auch die Breite und Höhe bzw der Durchmesser der auszuwählenden Brustimplantate. 

Während der Operation kann dann mit Hilfe von Mess-Implantaten aus mehreren infrage kommenden das am besten passende Implantat ermittelt werden.

Brustimplantate zur Brustvergrößerung gibt es in zwei verschiedenen Grundformen: 

Anatomische Brustimplantate

Die anatomischen Brustimplantate sind der natürlichen Form einen Brust nachempfunden.  Das bedeutet, dass diese Implantate im unteren Bereich etwas mehr Fülle haben und im oberen Bereich flacher auslaufen.

Bei anatomischen Implantaten ist es ganz besonders wichtig, dass die Implantattasche vom Operateur sehr exakt präpariert wird. Ist die Implantattasche zu gross, besteht die Gefahr, dass sich das Implantat nach der Operation drehen kann. Dieses Risiko gibt es natürlich auch bei runden Implantaten. Allerdings fällt bei runden Implantaten ein gedrehtes Implantat  optisch nicht so auf wie bei einem rotierten anatomischen Implantat. 

Runde Brustimplantate 

Runde Implantate sind in der Grundform rund. Im Vergleich zu anatomischen Implantaten haben sie im oberen Bereich mehr Fülle und können deshalb etwas unnatürlicher wirken als anatomische Implantate. 

Da die Schwerkraft aber auch ein rundes Implantat nach unten zieht, kann auch bei einer Brustvergrößerung mit runden Implantaten ein natürlich aussehendes Ergebnis erzielt werden. Das gilt umso mehr, wenn die eigene Brust im unteren Bereich noch viel Fülle hat. 

Wie natürlich oder wie „gefaked“ ein Ergebnis mit Brustimplantaten aussieht, hängt aber nicht nur von der Form der Brustimplantate ab, sondern auch von der OP-Technik (z.B Platzierung der Implantate  - hier verlinken) und von der Größe und Projektion der Implantate.

Anders als in den USA werden in Deutschland die meisten Brustvergrößerungen mit Silikongel-Implantaten durchgeführt. Diese Silikon-Implantate sind mit einem kohäsiven – das bedeutet hoch vernetzten – Silikongel gefüllt, das anders als das früher für Brustimplantate verwendete flüssige Silikon nicht mehr auslaufen kann.

Viele Hersteller von modernen, hochwertigen Silikongel-Implantaten geben heutzutage lebenslange Garantien auf die Implantate. Das bedeutet, dass ein Austausch der Implantate nicht mehr wie bei älteren Implantaten automatisch nach 10 Jahren erfolgen muss, sondern nur noch dann, wenn es zu Komplikationen oder einem Hüllenbruch (Ruptur) kommt. 

Moderne Silikongel-Implantate gibt es in verschiedenen Kohäsivitätsstufen.   Je kohäsiver ein Implantat ist, desto formstabiler zeigt es sich, fühlt sich dann aber auch härter an. Je weniger kohäsiv ein Implantat ist, desto weicher fühlt es sich an, kann dann allerdings möglicherweise leichter Falten werfen.  Dieser fühl- und/oder sichtbare Faltenwurf wird auch Rippling genannt. 

Mit Kochsalz gefüllte Brustimplantate werden in Deutschland nur noch selten eingesetzt. Da liegt vor allem daran, dass sich Kochsalz-Implantate oft viel unnatürlicher  und härter anfühlen als Silikongel-Implantate, und dass man bei Kochsalz-Implantaten immer noch von einer relativ geringen Haltbarkeit von maximal 10 Jahren ausgehen muss.

Übrigens besteht auch bei Kochsalz-Implantaten die Hülle der Implantate aus Silikon. 

Welche Implantate bei der eigenen Ausgangslage und den persönlichen Wunschvorstellungen am ehesten infrage kommen, sollte in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einen Plastischen Chirurgen bzw dem operierenden Facharzt besprochen werden. 

Bei Silikongel-Brustimplantaten handelt es sich um streng kontrollierte Medizin-Produkte. Und in den letzten Jahren gab es viele Untersuchungen und Studien mit positiven Ergebnissen zur Sicherheit von Brustimplantaten aus Silikon. Das hat unter anderem dazu geführt, dass Silikongel-Implantate bestimmter Hersteller von der amerikansichen Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für die USA bekommen haben. 

Allerdings hat der Skandal um die PIP Implantate dazu geführt, dass die Angst vor möglichen Risiken von Silikon-Implantaten wieder gewachsen ist. Dabei sollte man allerdings wissen, dass es sich bei dem PIP Implantat Skandal um einen echten Betrugsfall handelt, bei dem bewußt und unter Täuschung der Kontrollinstanzen minderwertiges, nicht für medizinische Zwecke geeignetes Indrustrie-Silikon zum Einsatz gekommen ist. Daraus ergab sich ein erhöhtes Risiko einer Beschädigung der Implantathülle und des Austretens von Silikon. 

Die französische Firma, die die PIP Implantate hergestellt hatte, ist inzwischen insolvent, und der Firmengründer muss sich vor Gericht verantworten.

Bei Herstellern von qualitativ hochwertigen Marken-Implantaten wie z.B. Allergan, Mentor, Perthese, Polytech oder Eurosilicone , die für ihre Implantate streng getestetes, für medizinische Zwecke zugelassenes Silikongel verwenden, sind diese Risiken nicht zu befürchten. 

Allerdings sollte man wissen, dass der Körper auf Silikon-Implantate so reagiert wie auch auf andere Fremdkörper: Es wird vom Körper eine Kapsel um das Implantat gebildet, die normalerweise relativ dünn ist und keine Probleme machen sollte. In einigen Fällen kann eine verstärkte Kapselbildung allerdings zu der Komplikation der sogenannten Kapselfibrose führen. 

In verschiedenen Medien wurde aufgrund von Meldungen des französischen Gesundheitsministeriums die Frage aufgenommen, ob Brustimplantate Krebs verursachen können. Mehr dazu kann man hier nachlesen: combeauty News: Krebs durch Brustimplantate?

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