Brustvergrößerung mit Eigenfett
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Brustvergrößerung mit Eigenfett

-natürlich schöne Brüste?! Schönheitsoperationen sind in der heutigen Zeit schon lange kein Vorrecht der Reichen und Prominenten mehr. Immer mehr Frauen lassen der Natur nachhelfen, wenn Veranlagung, Alter oder die Stillzeit ihren Tribut fordern. Brustvergrößerungen gehören zu den häufigsten Eingriffen im Bereich der Ästhetischen Chirurgie und sind Routineeingriffe.

Trotz ständig steigender Anzahl von Brustvergrößerung im Jahr, fortschreitender Technik und Weiterentwicklung besonders schonender Operationsmethoden bleibt jede Brustvergrößerung doch ein medizinischer Eingriff mit entsprechenden Risiken. Außerdem bietet jeder Körper ganz individuelle Vorraussetzungen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen und sich ganzheitlich auf den Eingriff vorbereiten zu können, sind daher aufklärende Gespräche durch den Chirurgen und sein Team extrem wichtig. In ihnen wird geklärt, welche Ergebnisse erzielt werden können, wie die OP und die Nachsorge ablaufen, welche Einschränkungen in den ersten Wochen nach der OP auftreten werden und welche Risiken bestehen.

 Zwei Wege führen zum Ziel
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten für eine Brustvergrößerung:
·         das Einsetzen von Implantaten (Silikon)

·         der Transfer von Eigenfett

Mit dem Einsetzen von Implantaten kann unabhängig von Körperbau und -struktur ein Busen in der von gewünschten Größe und Form geschaffen werden. Dabei wirken Brüste, die in einem natürlichen Verhältnis zu den Körperproportionen stehen, meist optisch ansprechender als ein übergroßer Busen. 3-D-Simulationen des zukünftigen Aussehens helfen bei der Entscheidung und unterstützen in modernen Praxen die Chirurgen bei der Beratung.

Der Transfer von Eigenfett ist eine Alternative für alle Frauen, die keine künstlichen Implantate möchten, gleichzeitig vom Fettabbau an anderen Stellen profitieren können und ein besonders natürliches Ergebnis bevorzugen. Mit Eigenfett vergrößerte Brüste fühlen sich weder für einen selbst noch für einen Partner künstlich an.

In der Info-Box auf dieser Seite findet man die wichtigsten Daten und Fakten zur Brustvergrößerung mit Eigenfett im Überblick. Außerdem werden die Technik zur Brustvergrößerung mit Eigenfett erläutert, und es gibt Informationen zu den möglichen Risiken und Nachsorge einer Brustvergrößerung mit Eigenfett.

Der Artikel über Brustvergrößerung mit Eigenfetttransplantation ist verfasst von Dr. med. Werner Meyer-Gattermann.


Um das Eigenfett für den Brustaufbau zu gewinnen, werden an geeigneten Stellen – z.B. den „Problemzonen“ – mit lokaler Anästhesie, im leichten Dämmerschlaf oder in Vollnarkose Fettzellen entnommen.

Nicht jeder Körper eignet sich daher für eine Eigenfetttransplantation. Für die Vergrößerung einer Brust um ca. eine halbe Körpchengröße werden rund 500 ml Eigenfett benötigt, von denen rund die Hälfte langfristig als zusätzliches Fettgewebe in der Brust erhalten bleibt.

Das heißt, für diese Art der Brustvergrößerung muss der Körper genug Fettreserven besitzen und sollte auch keine größeren Gewichtsschwankungen durchlaufen.

Da das neue Gewebe in der vergrößerten Brust lebendes Gewebe ist, reagiert es genau wie andere Fettzellen auf Gewichtsschwankungen und kann zu- oder abnehmen. Unabhängig von den Fettreserven des Körpers dürfen keine medizinischen Risiken hinsichtlich Genetik oder Feingewebe vorliegen. Außerdem muss im Vorfeld der OP eine Krebserkrankung der Brust durch Ultraschall und Mammografie ausgeschlossen werden.

Optimal sind Unterspritzungen mit Eigenfett möglich, wenn die Haut im Brustbereich bereits etwas gedehnt ist. Das ist zum Beispiel nach einer vorherigen Silikoneinlage zur Brustvergrößerung gegeben. Wenn die Transplantation von Eigenfett die erste Maßnahme zur Brustvergrößerung ist und nicht genug Spielraum für eine Transplantation des Fettgewebes vorhanden ist, kann eine Dehnung der Haut auch mittels eines Spezial-BHs in den Wochen vor der OP erfolgen.

Eine Eigenfetttransplantation setzt sich aus zwei Operationsfeldern zusammen: der Entnahme und der Injektion.

Mittels feiner Kanülen wird an den geeigneten Stellen das Fettgewebe entnommen und anschließend aufbereitet. Bei der Aufbereitung werden Blut und Flüssigkeiten entfernt und das Fettgewebe gereinigt.

Von einem Liter entnommenen Fettgewebe können rund 500 g reines Fett für die Injektion gewonnen werden. Nach einer Aufbereitung werden die Fettzellen direkt unter der Haut vor die Brustdrüsen in das Brustgewebe injiziert. Dazu werden noch feinere Kanülen als für die Absaugung verwendet, es entstehen fast keine dauerhaft sichtbaren Narben.

Anfänglich wird das implantierte Fettgewebe nur zögerlich durchblutet, die Blutgefäße für die stabile Versorgung der Zellen wachsen erst nach und nach im Laufe von sechs Monaten ein. Daher kommt es auch zu einem Abbau von bis zu 50 Prozent des implantierten Gewebes in den ersten Wochen. Um einem zu geringen Operationserfolg vorzubeugen, wird in der Regel mehr Fett injiziert, als später wirklich für das angestrebte Ergebnis benötigt wird. So kann eventuell ein Folgeeingriff vermieden werden.

Meist können die Patientinnen nach einer Nacht das Krankenhaus verlassen und sind nach ca. drei Tagen wieder gesellschaftsfähig. Mit teilweise erheblichen Einschränkungen im Alltag ist allerdings bis zu vier Wochen lang zu rechnen.

Dazu gehören neben dem Tragen eines Kompressions-BHs das Verbot vom Heben oder Über-Kopf-Arbeiten, die Vermeidung von Sport, Sauna und Solarium sowie die Wundversorgung in den Entnahmebereichen der Fettzellen. Auch hier kann das Tragen von Kompressionswäsche notwendig sein.

Eine Hilfe im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung sollte für die ersten Tage nach dem Eingriff auf alle Fälle eingeplant werden.

Beim Eigenfetttransfer muss man zwar nicht sprichwörtlich „unter das Messer“, aber auch diese Art der Brustvergrößerung ist eine Operation mit den üblichen Risiken einer Narkose, der Wundheilung und den Beschwerden im Anschluss.

Schönheitskliniken gibt es wie Sand am Meer – und täglich werden es gefühlt mehr. Um den richtigen Arzt zu finden, helfen eine intensive Recherche in der Region und ausführliche Beratungen.

Dabei bringt das Vertrauen auf das Bauchgefühl mehr als der Blick auf tolle Fotos. Seriöse Chirurgen klären offen über die Risiken auf, sagen, was machbar bzw. sinnvoll ist, raten nicht grundsätzlich zur teuersten OP und beantworten in Ruhe alle Fragen.

Natürlich spielen auch die Kosten bei einer Brustvergrößerung mit Eigenfett eine Rolle. Ein detaillierter Kostenvoranschlag im Anschluss an das Beratungsgespräch sollte über alle Kostenaspekte Aufschluss geben – von der Voruntersuchung bis zur Nachsorge.

Gespräche mit mehreren Ärzten bieten hier gute Vergleichsmöglichkeiten. Generell sind Eigenfett-Operationen etwas günstiger als das Einsetzen von Silikonimplantaten.

Da die Brustvergrößerung dann allerdings oft und gern mit einer komplexen Fettabsaugung kombiniert wird, kann sich dieser Kostenvorteil relativieren.

Außerdem ist bei der Kostenbetrachtung zu berücksichtigen, dass die Krankenkassen für eine Brustvergrößerung nicht krankschreiben. Die Freistellung von der Arbeit muss also selbst finanziert werden und es gibt kein Krankengeld!

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