Brustverkleinerung
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Brustverkleinerung

Sehr große, schwere und hängende Brüste, können von einer Frau nicht nur aus ästhetischen Gründen als belastend empfunden werden. Oft verursacht ein sehr großer Busen zusätzlich auch gesundheitliche Probleme. Sowohl die ästhetischen wie auch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen können dann den Wunsch nach einer Brustverkleinerungs-OP hervorrufen.

In der Info-Box auf dieser Seite gibt es die wichtigsten Daten und Fakten zur Brustverkleinerung (mit und ohne Bruststraffung) im Überblick. Außerdem werden die verschiedenen OP-Techniken zur Brustverkleinerung erläutert, und es gibt Informationen zu den möglichen Risiken und den Kosten einer Brustverkleinerung. Dabei wird auch darauf eingegangen, in welchen Fällen die Krankenkassen die Kosten für eine Brustverkleinerung übernehmen.

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Bezeichnungen, Fachbegriffe:

  • Brustverkleinerung, Brustreduktion, Mammareduktion

OP Dauer: 

  • je nach OP-Technik ca 2-4 Stunden

OP-Methoden: 

  • Lejour, T-Schnitt, L-Schnitt, Benelli, mit oder ohne inneren BH 

Narkose: 

  • i.d.R. Vollnarkose

Klinikaufenthalt: 

  • stationär mit i.d.R. 1 -2 Übernachtungen, selten ambulant

Nach der OP: 

  • Tapeverband ca 1 Woche, Spezial-BH mindestens 6 Wochen
  • Arbeitsfähig nach ca 1-3 Wochen, bei schweren körperlichen Tätigkeiten nach ca 4-6 Wochen
  • nicht selbstauflösende Fäden ca 10-14 Tagen nach OP ziehen lassen, anschließend ist auch Duschen wieder möglich
  • Sonnenbaden, Solarium, Sauna frühestens ca 4-6 Wochen nach OP (bis zur kompletten Abheilung der Narben sollte aber direkte Sonnen- oder Solarium-Einstrahlung durch Abdecken der Narben vermieden werden)

Bei einer Brustverkleinerungs-Operation wird überschüssiges Gewebe und überschüssige Haut entfernt und gestrafft. Dafür kommen verschiedene OP-Techniken infrage, die sich vor allem danach unterscheiden, wie die Schnittführung erfolgt und ob mit oder ohne inneren BH operiert wird.

Bei einer Brustverkleinerung nach der Lejour-Methode wird relativ narbenarm operiert mit nur einem Schnitt jeweils um den Brustwarzenvorhof und jeweils einem vertikalen Schnitt vom Brustwarenvorhof bis zur Brustfalte.

Bei dem L- oder dem T-Schnitt gibt es zusätzlich zu dem Schnitt um den Brustwarzenvorhof und dem vertikalen Schnitt noch einen Schnitt im Bereich der Brustfalte. Beim T-Schnitt verläuft dieser Schnitt horizontal über die gesamte Breite der Brustfalte. Optisch ergibt sich so ein auf dem Kopf stehendes T. Daher kommt auch der Name dieser Schnitt-Technik. Beim L-Schnitt verläuft der Schnitt ausgehend vom unteren Endpunkt der vertikalen Seite horizontal nur zu einer Seite hin. Optisch sieht das dann wie ein umgedrehtes L aus.

Eine Brustverkleinerung mit dem T- oder dem L-Schnitt ist einfacher als die Brustverkleinerung nach Lejour. Dafür entstehen dabei mehr Narben, und es gibt ein höheres Risiko von Wundheilungsstörungen im Bereich der aufeinanderstoßenden Narben.

Bei der narbenärmeren Methode nach Lejour kommt es seltener zu solchen Wundheilungsstörungen. Dafür kann die Narbe über einen gewissen Zeitraum nach der OP noch etwas gewellt aussehen. Normalerweise erfolgt aber im Laufe der Zeit eine Straffung. Und spätestens ein Jahr nach OP sollte davon nichts mehr zu sehen sein. Glättet sich der Bereich nicht komplett, kann eventuell eine kleine Korrektur-OP erforderlich sein.

Soll bei der Brustverkleinerung nur eine ganz geringe Menge Gewebe entfernt werden und ist keine ausgeprägte Straffung erforderlich, kann die Operation auch nach der Benelli-Methode durchgeführt werden. Dabei erfolgt nur ein periareolärer Schnitt. Das ein Fachbegriff dafür, dass nur um den Brustwarzenvorhof herum geschnitten und gestrafft wird.

Da bei einer Brustverkleinerung mit Bruststraffung das Risiko besteht, dass das Gewebe im Laufe der Zeit erschlafft und die Brust wieder hängt, präparieren einige Chirurgen während der Operation einen sogenannten inneren BH. Dabei wird aus dem Eigengewebe der Brust eine Art BH geformt, der der Brust einen besseren Halt geben und für ein langanhaltend schönes Ergebnis sorgen soll.

 

Wie jeder chirurgische Eingriff und jede Narkose sind auch mit einer chirurgischen Brustverkleinerung gewisse Risiken verbunden. 

Schwellungen und Blutergüsse sind nach so einem Eingriff normal und verschwinden normalerweise innerhalb weniger Wochen.

Kommt es aber zu größeren Schwellungen, die durch Serome (Ansammlung von Wundwasser) verursacht sein können, sollte man gegebenenfalls auch außerhalb der vereinbarten Kontrolltermine Kontakt zu seinem Arzt aufnehmen. Er wird dann entscheiden, ob eine besondere Behandlung wie das Punktieren des Seroms erforderlich ist.

Weitere mögliche Komplikationen nach einer Brustverkleinerung sind Wundheilungsstörungen, die häufig an den Stellen auftreten, wo bei T- und L-Schnitt die senkrechte und die waagerechte Narbe aufeinandertreffen.

Zu den schwerwiegenden Komplikationen nach einer Brustverkleinerung gehört das Absterben von Gewebe, das nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Das wird auch mit dem Fachbegriff Nekrose bezeichnet. Im schlimmsten Fall könnte es dabei zum Absterben der bei der Brustverkleinerungs-OP versetzten Brustwarze kommen. Ein erfahrener und sorfältig operierender Plastischen Chirurgen sollte die Operation aber so durchführen können, dass dieses Risiko minimiert werden kann.

Bei den sogenannten "Dog Ears" handelt es sich nicht um eine Kompliaktion im eigentlichen Sinne. Als Dog Ears werden Hautüberschüsse nach größeren Straffungsoperationen bezeichnet. Diese Dog Ears können vor allem bei der Brustverkleinerung nach Lejour auftreten. Falls sie durch das natürliche Zusammenziehen der Haut im ersten Jahr nach der OP nicht von selber verschwinden, können diese Dog Ears durch einen kleinen Eingriff operativ korrigiert werden.

In den meisten Fällen wird nach der Operation ein Klinik-Aufenthalt von 1-2 Tagen empfohlen. Wurden Drainagen gelegt, können diese ca. 1-5 Tage nach dem Eingriff gezogen werden. 

Ein nach der Operation angelegter Kompressionsverband soll das Abklingen von Schwellungen unterstützen und die Bildung von Blutergüssen reduzieren. Dieser Kompressionsverband kann ca. 1-2 Wochen nach dem Eingriff entfernt werden. Ein vom Arzt angepasster bzw. empfohlener gut stützender Spezial-BH sollte aber mindestens 6 Wochen nach der Operation weiter getragen werden. Um den Heilungsverlauf nicht zu beeinträchtigen wird auch empfohlen, in dieser Zeit möglichst nicht auf dem Bauch oder auf der Seite sondern auf dem Rücken zu schlafen. 

Ab wann Duschen und Haare waschen wieder erlaubt ist, sollte man mit dem operierenden Arzt besprechen. Die meisten Ärzte empfehlen, damit bis zum Ziehen der Fäden zu warten. 

Hat der Chirurg bei der Operation nicht auflösbare Fäden verwendet, werden diese in der Regel 10-14 Tage nach dem Eingriff gezogen. Selbstauflösende Fäden müssen natürlich nicht gezogen werden. 

Auch abgesehen von dem eventuellen Termin zum Ziehen der Fäden, sollte man regelmäßige Kontrolltermine mit seinem Arzt zu vereinbaren, damit dieser den Heilungsverlauf beurteilen kann. Kommt es zu Komplikationen wie z.B. Wundheilungsstörungen oder Seromen (siehe auch Komplikationen) muss auch außerhalb der sowieso vereinbarten Kontrolltermine sofort Kontakt mit dem Arzt aufgenommen werden. Dieser kann dann umgehend die entsprechenden Maßnahmen für einen weiteren, bestmöglichen Heilungsverlauf einleiten. 

Nach einer chirurgischen Brustverkleinerung sollte man sich in den ersten Wochen körperlich schonen, um möglichst wenig Spannung auf die Narben zu bringen und einen komplikationsfreien Heilungsverlauf zu unterstützen. Auf direkte Sonneneinstrahlung, Solarium und Saune sollte man für mindestens 3 Monate nach dem Eingriff verzichten. 

Die nach einer Brustverkleinerung in mehr oder weniger ausgeprägtem Umfang auftretenden Schwellungen und Blutergüsse gehen normalerweise innerhalb weniger Wochen zurück. Bis das vorläufige Ergebnis zu beurteilen ist, vergehen aber mindestens drei bis vier Monate. Bis die Narbenheilung abgeschlossen ist und eventuelle Verhärtungen komplett verschwunden sind, können aber sogar bis zu 1-2 Jahren vergehen.

Die Kosten für eine Brustverkleinerung werden nur dann von Krankenkassen übernommen, wenn eine von der Krankenkasse anerkannte medizinische Begründung vorliegt. Wird die Durchführung einer Brustverkleinerung aus rein ästhetischen Gründen gewünscht, übernimmt die Krankenkasse die Kosten dafür nicht.

Ob bzw in welchen Fällen eine Krankenkasse eine medizinische Begründung anerkennt, ist nicht pauschal geregelt, sondern kann von Krankenkasse zu Krankenkasse und sogar von Fall zu Fall unterschiedlich gehandhabt werden.

Medizinische Gründe für die Durchführung einer Brustverkleinerung können z.B. Rückenprobleme und/oder Hautekzeme in der Brustumschlagsfalte sein. Psychische Probleme werden nur noch selten als ausreichende Begründung für die Kostenübernahme einer Brustverkleinerung akzeptiert.

Als weitere Voraussetzungen für die Kostenübernahme einer Brustverkleinerung kann von den Krankenkassen gefordert werden, dass man nicht sehr stark übergewichtig ist, und dass die Brüste jeweils um mindestens 400 - 500 g verkleinert werden sollen.

Werden die Kosten für die Brustverkleinerung nicht von einer Krankenkasse übernommen und soll trotzdem eine Brustverkleinerung durchgeführt werden, müssen die Kosten dafür selber getragen werden. Die Höhe der dafür anfallenden Kosten liegt oft in einer Bandbreite von 5000 - 8000 Euro, können aber auch deutlich darunter oder darüber liegen. Die  Unterschiede in den Kosten hängt dabei z.B. von der Arztwahl und dem Aufwand bei der OP und der Vor- und Nachbetreuung ab. 

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