Facelift
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Facelift

Im Alterungsprozess verliert die Haut an Elastizität. Dabei entstehen nicht nur Falten. Vor allem im Gesicht zeigen sich durch Erschlaffung von Haut und Bindegewebe veränderte Gesichtszüge, wenn Haut und Bindegewebe nach unten sacken. Die veränderten Gesichtszüge können zu einem müden und traurigen Aussehen führen und werden meist als genauso störend empfunden wie die entstandenen Falten.

Moderne Facelift-Methoden straffen deshalb nicht nur die Haut, sondern heben auch abgesunkenen Gesichtsweichteile wieder an. Als Ergebnis ist so ein natürlich verjüngtes, nicht maskenhaft aussehendes Gesicht möglich.

In der Info-Box auf dieser Seite findet man die wichtigsten Daten und Fakten zum chirurgischen Facelifting im Überblick. Außerdem werden die verschiedenen OP-Techniken erläutert, und es gibt Informationen zu den möglichen Risiken und den Kosten einer Facelift-Operation.

Außerdem können alle Fragen zum Thema Facelift und zu anderen Themen der Plastischen Chirurgie auch im Expertenrat für Plastische Chirurgie gestellt werden, wo diese von kompetenten Plastischen Chirurgen beantwortet werden: Expertenrat Plastische Chirurgie

Wer gern im Plastische Chirurgie Forum Erfahrungsberichte lesen oder selber einstellen und sich mit anderen combeauty Usern zu Fragen über Hautverjüngung und Facelift austauschen möchte, kann das hier tun: combeauty Forum Plastische Chirurgie



Bezeichnungen, Fachbegriffe

  • Facelift, Facelifting, Gesichtsstraffung, Rhytidectomie

OP Dauer

  • je nach OP-Technik ca 2 – 6 Stunden

 OP-Methoden

  • Oberes Facelift (Stirnlifting)
  • Mittelgesichts-Lifting (Midface Lift): Mini-Lifting, S-Lifting oder auch Model-Lift, SMAS Lifting, ESP Lifting
  • Unteres Facelift (Face-Neck-Lifting)

 Narkose

  • Vollnarkose, bei kleineren Eingriffen auch Dämmerschlaf

Klinikaufenthalt       

  • stationär mit 2-3 Übernachtungen in der Klinik

Nach der OP              

  • Kopfverband und gegebenenfalls Drainagen für ca ein bis drei Tage
  • Entfernung von Fäden, Klammern und/oder Pflastern ca 7-14 Tage nach OP
  • Gesellschaftsfähig ca ein bis drei Wochen nach OP
  • Sport und schwere körperliche Tätigkeiten ab ca 6 Wochen nach OP
  • Sonnenbaden, Solarium, Sauna ab ca 6 Monate nach OP

Je nachdem, in welcher Gesichtsregion ein Facelifting durchgeführt wird, nennt man es Oberes Facelift (Stirnlifting), Mittelgesichts-Lifting (Midface Lift) oder unteres Facelift (Face-Neck-Lift).

Beim Stirnlifting wird die Haut oberhalb der Brauen angehoben und gestrafft. Ein Stirnlifting kann konventionell oder endoskopisch erfolgen. Beim endoskopischen Stirnlift entstehen zwar weniger Narben, aber gerade ausgeprägte Stirnfalten lassen sich damit häufig nicht komplett korrigieren.

Wenn von einem Facelift gesprochen wird, ist aber meist das sogenannte Midface-Lift oder Mittelgesichtslifting gemeint. Für ein Midface-Lift gibt es verschiedene OP-Techniken: 

  • Das SMAS Lifting. SMAS ist die Abkürzung für „superficial musculoaponeurotic system“. Beim SMAS Lifting wird die tiefe Bindegewebsschicht einschließlich der oberflächlichen Muskulatur gelöst, und beide Schichten werden unabhängig voneinander gestrafft und nach oben versetzt. Dadurch, dass die Spannung bei dieser OP-Technik auf die tiefer liegenden Gewebeschichten verlagert wird, ist ein natürliches, nicht maskenhaft wirkendes Ergebnis möglich.

  • Das ESP Lifting. ESP ist die Abkürzung für „extended supraplatysmal plane“. Damit ist ein extended - also besonders ausgedehntes - SMAS Lifting gemeint, bei dem weiter in Richtung Nasolabialfalten präpariert wird.  Aufgrund der vielen in dieser Region verlaufenden Nervenbahnen spielen hier Erfahrung und Sorgfalt des Operateurs eine besonders große Rolle, damit bei der Operation keine Nerven verletzt werden.

  • Als Cutanes Lift, Mini-Lifting oder Model-Lifting wird eine OP-Technik bezeichnet, bei der nur die Haut gestrafft wird, ohne dass abgesunkene Weichteile versetzt werden. Dieser Eingriff ist deutlich einfacher und kürzer als ein SMAS oder ESP Lifting. Das Ergebnis eines Mini-Liftings hält allerdings auch nicht so lange an und ist vor allem für eher jüngere Patienten mit elastischer Haut geeignet. Aufgrund der speziellen Schnitt-Technik in S-Form wird das Mini-Lifting manchmal auch als S-Lifting bezeichnet. 

Als unteres Facelifting oder auch Face-Neck-Lifting wird ein Facelift bezeichnet, bei dem zusätzlich zum Mittelgesicht auch der Hals korrigiert wird. Dabei wird die erschlaffte Halsmuskulatur durch einen kleinen zusätzlichen Schnitt unterhalb des Kinns gestrafft. Gleichzeitig kann auch eine Absaugung von überschüssigem Fettgewebe erfolgen.

Die oben beschriebenen Methoden zur Durchführung eines Faceliftings können auch in Kombination mit einer Oberlidstraffung und/oder Unterlidstraffung durchgeführt werden.

Ein operatives Facelifting ist - wie andere Operationen auch - mit allgemeinen Operationsrisiken wie z.B. Blutungen und Infektionen verbunden. Zu den speziellen Risiken einer Facelift-Operation gehören auffällige Narbenbildungen, Haarausfall im Bereich der Narben, temporäre oder permanente Gefühlsstörungen durch Verletzungen der Nervenbahnen oder Verziehungen des Ohrläppchens durch Narbenschrumpfungen.

Ein erfahrener, verantwortungsvoller und sorgfältig arbeitender Chirurg wird viel dafür tun können, um das Risiko von möglichen Komplikationen soweit wie möglich zu reduzieren. Aber auch das eigene Verhalten vor und nach einer Facelift-Operation kann dazu beitragen, das Risiko von möglichen Komplikationen so gering wie möglich zu halten. Deshalb ist es sehr wichtig, in der Zeit vor und nach der Operation die Anweisungen des behandelnden Arztes genau zu befolgen und die vereinbarten Kontrolltermine wahrzunehmen.  

Je nachdem, ob ein relativ kleiner Eingriff wie ein Mini-Lifting oder ob ein größerer Eingriff wie ein SMAS oder ESP Lift durchgeführt wurde, ist nach der Operation ein Klinik-Aufenthalt von ca ein bis drei Tagen erforderlich.

Meist wird für diese Zeit noch ein Kopfverband angelegt, um die Narben ruhig zu stellen und größere Schwellungen zu verhindern. Einige Operateure verwenden außerdem Drainagen, um Blut und Wundflüssigkeit abfließen zu lassen. Die Drainagen können nach ca ein bis drei Tagen gezogen werden.

Damit Schwellungen schneller abklingen, sollte in der ersten Zeit nach der Facelift-Operation mit erhöhtem Oberkörper geschlafen werden.

Fäden und/oder Klammern werden nach ca 7-14 Tagen gezogen. Sport und anstrengende Tätigkeiten sind ca 6 Wochen nach OP wieder möglich. Auf Sauna, Sonne und Solarium sollte ca 6 Monate verzichtet werden.

Je nach Art und Umfang des Eingriffs ist man ca ein bis drei Wochen nach der Operation wieder gesellschaftsfähig. Das endgültige Ergebnis kann aber frühestens nach zwei bis drei Monaten beurteilt werden. Meist dauert es aber ein halbes Jahr oder länger.

Die Kosten einer Facelift-Operation sind vor allem abhängig von dem Aufwand der Operation, von den Klinik- und den Narkose-Kosten, von dem Aufwand für Beratung und Nachsorge, von der Kulanz bei eventuellen Komplikationen und von vielen anderen Kriterien wie z.B. Ausbildung, Weiterbildung und Erfahrungen eines Arztes.

Die Preise einer Facelift-Operation hängen auch davon ab, ob gleichzeitig z.B. noch eine Lidstraffung, eine Dermabrasion der Mundfalten oder eine Fettabsaugung am Hals durchgeführt wird.

Deshalb ist die Bandbreite der mögliche Kosten einer Facelift-Operation sehr groß und kann von wenigen Tausend Euro bis zu 20.000 Euro und mehr gehen.

Ausgewählte Videos zum Thema Facelift kann man sich hier anschauen: combeauty Facelift-Videos

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