Falten und Faltenbehandlung
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Falten und Faltenbehandlung

Weit über 130.000 mal im Jahr werden hierzulande Falten mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin behandelt. Tendenz: zunehmend. Ob eine Unterspritzung mit Botulinumtoxin (Botox genannt), mit Hyaluronsäure oder einer Kombination aus beidem infrage kommt, hängt von davon ab, welche Art der Falten gemindert werden sollen.

Falten können sich im Laufe des Alterungsprozesses der Haut aufgrund unterschiedlicher Ursachen bilden. So entstehen verschiedene Typen. In der Info-Box auf dieser Seite wird erklärt, wie sie sich behandeln lassen, welche Kosten dabei entstehen und welche Risiken damit verbunden sind.

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Der Mediziner unterscheidet zwischen mimischen, orthostatischen (auch Schwerkraftfalten genannt) und aktinischen Falten (auch Knitterfältchen genannt). Mimischen Falten werden durch die Aktivitäten des Gesichtes verursacht.

Dazu gehören nicht nur die bekannten Lachfalten, die durch das Zusammenkneifen der Augen bei blendender Sonne entstehen, sondern auch die Zornesfalten, die sich durch ständiges Stirnrunzeln oder Naserümpfen bilden. Diese Falten findet man deshalb vor allem um die Augen herum, auf der Stirn und im Bereich zwischen den Augenbrauen oberhalb der Nasenwurzel.

Orthostatische Falten entstehen im Laufe des Alterns durch das Absinken von Gewebeweichteilen. Dazu gehören etwa die Nasolabialfalten zwischen Nase und Mund und die vom Mund bis zum Kinn verlaufenden Marionettenfalten, die manchmal auch als Merkel-Falten bezeichnet werden.

Aktinische Falten bilden sich überwiegend durch langjährige intensive Sonneneinstrahlung und häufige Solariumsbesuche. Je nach Art kommen zur Behandlung ganz unterschiedliche Methoden infrage.

Mimische Falten lassen sich am besten durch die gezielte Injektion von Botulinumtoxin (Botox) mindern. Dabei wird Botulinumtoxin mit Kochsalz verdünnt und in die Muskeln gespritzt, die für Falten verantwortlich sind. Die Injektion verhindert, dass sich diese Muskel weiterhin zusammenziehen, und glättet so die Haut.

Der Effekt der Botox-Unterspritzung ist schon nach etwa zwei Tagen zu erkennen. Bis die volle Wirkung eintritt, vergehen jedoch bis zu zwei Wochen. Das Ergebnis ist allerdings nicht dauerhaft. Innerhalb von etwa vier Monaten wird das Injizierte wirkungslos, dann ist eine weitere Unterspritzung erforderlich. Wer sich jedoch regelmäßig Botulinumtoxin spritzen lässt, kann mit längeren Wirkzeiten rechnen, weil dann die mimischen Muskeln das Zusammenziehen „verlernen“ und von allein weniger Falten bilden.

Zur Minderung orthostatischer Falten wie den Nasolabialfalten macht Botox keinen Sinn. Hier hilft die Unterspritzung mit einem dermatologischen Filler. Dabei unterscheidet man zwischen resorbierbaren Fillern, die sich im Laufe der Zeit wieder abbauen, und permanenten bzw. semipermanenten Fillern, die das nicht oder nur langsam tun. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, einen resorbierbaren Füllstoff zu wählen, weil sich dann das Ergebnis, falls es nicht zufriedenstellend war, leichter korrigieren lässt.

Am häufigsten wird dabei Hyaluronsäure verwendet. Es ist eine Substanz, die im Körper auf natürliche Weise ohnehin vorhandene ist, jedoch zur Unterspritzung synthetisch hergestellt wird. Hyaluronsäure polstert die Falten von innen auf, so dass die Glättung sofort nach der Unterspritzung sichtbar wird. Der Effekt hält ein halbes Jahr oder sogar bis zu zwei Jahre an – je nachdem welches Material eingespritzt wird.

Dabei gibt es eine weitere Wirkung: Hyaluron regt die Bildung von körpereigenem Kollagen an, so wird auch langfristig ein gewisser Verjüngungseffekt der Haut erreicht. Zur Behandlung von aktinischen Falten kommen eine Reihe andere dermatologische Methoden in Frage. Etwa die Mesotherapie, bei der großflächig ein Mix aus dünnflüssiger Hyaluronsäure und speziellen Wirkstoffen in die Haut injiziert wird. Oder die Dermabrasion und der Fraxel-Laser. Dabei werden die oberen Hautschichten abgetragen, das soll die Neubildung der Haut anregen.

Die Preise für eine Behandlung mit Botunlinumtoxin, Hyaluronsäure oder einem anderen Filler sind vor allem von den Kosten der verwendeten Materialien abhängig, auch von der Menge des verwendeten Produktes und dem zeitlichen Aufwand für Beratung, Unterspritzung und eventuellen Kontrollterminen. In der Regel können sie zwischen 200 und 800 Euro liegen

Wird die Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure oder Botulinumtoxin von einem gut ausgebildeten und erfahrenen Arzt durchgeführt, sind die damit verbundenen Risiken relativ gering.

Kurz nach der Behandlung kann es dennoch im Bereich der Einstichstellen zu kleinen Rötungen, Blutergüssen und Schwellungen kommen. Eventuell noch fühlbare Knötchen nach einer Hyaluronsäure-Unterspritzung lösen sich normalerweise innerhalb weniger Tage auf. Dieser Prozess kann durch Massieren der betroffenen Stellen unterstützt werden.

Wenn permanente und semipermanente Filler verwendet werden, ist das Risiko von Komplikationen größer. Am häufigsten treten dabei die sogenannten Granulome auf. Das sind entzündungsbedingte, knötchenartige Gewebe-Neubildungen, die in schweren Fällen chirurgisch entfernt werden müssen.

Aber auch hier gilt: Fachgerechte Anwendung durch einen dafür ausgebildeten, erfahrenen Arzt minimiert dieses Nebenwirkungs-Risiko.

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