Fettabsaugung (Liposuktion)
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Fettabsaugung (Liposuktion)

Die Fettabsaugung (Liposuktion) ist eine operative Möglichkeit, hartnäckige Fettzellen dauerhaft zu entfernen und dem Körper eine harmonischere Form zu geben. Zu den häufigsten Problemzonen zählen die Reiterhosen, der Po und die Innenschenkel, das Knie, der Rettungsring an Bauch und Hüften, das Doppelkinn und die Männerbrust.

Sport, eine ausgewogene gesunde Ernährung oder Diäten schaffen oft keine Abhilfe diese Problemzonen verschwinden zu lassen. In ausgeprägten Fällen liegt eine Fettverteilungsstörung vor. Optimale Voraussetzung für den Eingriff ist ein stabiles Normalgewicht. Eine Methode zur Gewichtsreduktion ist das Fettabsaugen nicht.

In der Info-Box auf dieser Seite gibt es die wichtigsten Daten und Fakten zur Fettabsaugung im Überblick. Außerdem werden die verschiedenen OP-Techniken erläutert, und es gibt Informationen zu den möglichen Risiken und den Kosten.

Alle Fragen zum Thema Fettabsaugung und zu anderen Themen der Plastischen Chirurgie können auch im Expertenrat für Plastische Chirurgie gestellt werden, wo diese von kompetenten Plastischen Chirurgen beantwortet werden: Expertenrat Plastische Chirurgie

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Bezeichnungen, Fachbegriffe

  • Fettabsaugung, Fettabsaugen, Liposuktion

OP Dauer

  • 1-3 Stunden

Narkose

  • Vollnarkose, Dämmerschlaf, häufig örtliche Betäubung

Klinikaufenthalt

  • ambulant, selten stationär

Nach der OP

  • Kompressionswäsche 4-6 Wochen
  • Duschen nach 2-3 Tag
  • arbeitsfähig nach 3-7 Tagen, je nach Tätigkeit
  • Sport nach 4-6 Wochen
  • Sonnenbaden, Solarium, Sauna nach 4-6 Wochen

Schmerzen

  • ähnlich einem Muskelkater bis zu 2 Wochen
  • Blutergüsse, Schwellungen, Taubheitsgefühl, Verhärtungen bis zu mehreren Wochen

Narben

  • Winzige Einstichlöcher nach ca. 1 Jahr kaum sichtbar

 OP-Techniken 

Bevor das Fettgewebe abgesaugt wird, muss es schonend von Knochen und Bindegewebe gelöst werden. 20-60 Minuten vor der Operation wird eine Mischung aus Kochsalzlösung und Schmerzmitteln in die zu behandelnden Areale infiltriert und das Gewebe aufgeschwemmt. Die Lösung verteilt sich gleichmäßig und verbindet sich mit dem abzusaugenden Fett (Tumeszenzverfahren, lat. tumescere = schwellen).

Mit Absaugkanülen, die zwischen 1,5 und 5 mm dick sind, werden die Fettzellen entfernt. Hierbei gibt es unterschiedliche Methoden.

Saug-Assistierte-Fettabsaugung (SAL):

Der Operateur löst durch rhythmisches rein mechanisches - Hin- und Herbewegen der Kanüle die Fettzellen aus ihrem bindegewebigen Verband und saugt sie ab. Diese Methode ist besonders gut geeignet für Feinkorrekturen oder Absaugungen unmittelbar unter der Hautoberfläche (superficial nach Gasparotti), da gezielter und steuerbarer gearbeitet werden kann. 

Vibrations-Assistierte-Fettabsaugung (PAL):

Bei der Vibrationskanülentechnik (Rütteltechnik, engl: Power assisted Liposuction) vibriert die Absaugkanüle entlang der Längsachse und simuliert so die manuellen Hin- und Herbewegungen  des Operateurs. Die Methode ist für den Operateur körperlich weniger anstrengend.

Ultraschall-Assistierte Fettabsaugung (UAL):

Hierbei werden über ein dafür entwickeltes Handstück starke Ultraschallwellen durch die Kanüle abgegeben. Die Fettzellen werden zerstört und zusammen mit der Tumeszenzflüssigkeit abgesaugt. Die Ultraschallwellen verursachen eine hohe Wärmeenergie. Um Verbrennungen zu vermeiden, muss zusätzlich kühlende Flüssigkeit zugeführt werden.

Wasserstrahl-Assistierte Fettabsaugung (WAL):

Bei der Wasserstrahlmethode infiltriert man die Tumeszenzflüssigkeit nicht im Vorwege zur Einwirkung, sie wird stattdessen mit einem hauchdünnen Strahl fächerartig durch die Kanüle in das Unterhautgewebe gebracht. Die Fettzellen werden gelöst und gleichzeitig mit einer weiteren Kanüle abgesaugt. Das führt dazu, dass sich die infiltrierte Flüssigkeit simultan mit den gelösten Fettzellen sofort wieder absaugen lässt.

 

Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Methoden:

Generell kann das nicht beurteilt werden, allgemein lässt sich nur soviel sagen:

Jedes Werkzeug kann nur so gut und effizient sein, wie sein Operateur es einsetzt. Nicht die Methode allein ist zu favorisieren, sondern das Ergebnis, das der jeweilige Operateur mit „seiner“ bevorzugten Methode für Ihren individuellen Befund erzielen kann.

 

Anästhesie:

Die Fettabsaugung wird entweder unter Lokalanästhesie (örtliche Betäubung), Analgosedierung (Dämmerschlaf) oder Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) durchgeführt.

Bei den beiden letztgenannten Methoden muss ein Narkosearzt hinzugezogen werden.

Die Wahl der Methode hängt vom Operateur, der OP-Methode, manchmal vom Patienten ab: So gibt es Vorteile, wenn der Patient während der OP ansprechbar ist und selbstständig die Position wechseln kann. Bei ängstlicheren oder schmerzempfindlicheren Patienten ist es vorteilhaft, wenn sie ruhig gestellt sind, um keinen zusätzlichen Belastungen ausgesetzt zu sein.

 

Ablauf

Vor der Operation findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Individuell werden Wunsch des Patienten und Durchführbarkeit aufeinandert abgestimmt.

Überwiegend wird die Fettabsaugung ambulant vorgenommen. Mittels sehr feinen Kanülen und Vakuumpumpe wird das Fett an den zuvor markierten Bereichen abgesaugt. 

Nach dem Eingriff werden die Hauteinstiche der Kanüle entweder genäht oder mit Klammerpflastern verschlossen. 

Um ein geleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, ist nach der OP durchgehend für 4-6 Wochen Kompressionsmiederware zu tragen. Dellen,- Faltenbildung oder unebene Verwachsungen werden durch das konstante Andrücken der Haut mittels des Mieders entgegengewirkt.

Es wird geraten legere und bequeme Kleidung zur OP mitzubringen.  Es ist damit zu rechnen, dass der allgemeine Körper-Umfang kurz nach der OP größer ist als vor der OP. Das liegt zum einen an verbliebener Flüssigkeit, die langsam heraustreten muss, zum anderen an auftretenden Schwellungen, die nach einem solchen Eingriff völlig normal sind.

Wenn die Wirkung der Schmerzmittel nachlässt, können leichte bis mittlere Schmerzen an den operierten Körperregionen auftreten. Oft werden diese Schmerzen mit einem starken Muskelkater verglichen.  

Wichtig:  körperlich anstrengende Tätigkeiten nach dem Eingriff vermeiden, damit selbst kleinste Blutgefäße geschont werden und es nicht zu unnötigen Nachblutungen kommt. 

Vom Duschen oder Baden in den ersten 2 - 3 Tagen wird abgeraten.

Was nach der OP zu erwarten ist

In den ersten 1 - 2 Tagen kann noch Flüssigkeit aus den Einstichlöchern austreten. Deutliche Schwellungen und sichtbare Blutergüsse sind in den nächsten Wochen völlig normal.

Auch Taubheitsgefühle der Haut und Verhärtungen an den betroffenen Körperregionen treten häufig auf. Viele Patienten empfinden an den abgesaugten Stellen eine Art Muskelkater.

All diese Symptome klingen mit der Zeit wieder vollständig ab. Blutergüsse sind nach 3 - 4 Wochen kaum mehr sichtbar, Schwellungen dagegen können etwas länger anhalten.

Nach 4 - 7 Tagen hat sich der Köper soweit erholt, dass man  arbeitsfähig ist,  sofern es sich nicht um schwere körperliche Arbeit handelt. Sportliche Aktivitäten, die die betroffenen Regionen stärker beanspruchen, sollten 6 Wochen lang vermieden werden. Leichtere sportliche Aktivitäten sind nach 2 Wochen möglich.

Nach etwa einem halben bis einem Jahr ist das Endresultat der Fettabsaugung erreicht.

 

Risiken und Behandlung von Komplikationen

Der operative Eingriff  der Fettabsaugung birgt dieselben allgemeinen Risiken, die jede Operation und damit verbundene Anästhesie mit sich zieht.

Nicht kalkulierbare Risiken können bleibende Unregelmäßigkeiten im Hautbild (Dellenbildung) sein. In diesem Fall kann der Operateur durch einen neuerlichen Eingriff versuchen, die Unebenheiten auszugleichen.

In sehr seltenen Fällen tritt ein dauerhaft anhaltendes Taubheitsgefühl der operierten Stellen auf.

Bei der Ultraschall-Assistierenden Methode sind in sehr seltenen Fällen Verbrennungen aufgetreten.

Kosten Fettabsaugung

Die Preise für Fettabsaugungen hängen von Aufwand und Methode ab. Kleinere Zonen beginnen bei durchschnittlich 1.500 EUR, größere bzw. mehrere Areale können mehr als 5.000 EUR kosten.

 

Ausgewählte Videos zum Thema Fettabsaugung/Liposuktion kann man sich hier anschauen: combeauty Videos Fettabsaugung/Liposuktion

Häufige Fragen und Antworten

Wo werden die Einstichstellen gesetzt? Werden diese nach der OP sichtbar sein?

Die Einstichstellen werden – soweit möglich – in unauffällige Regionen gesetzt. Sie sind gerade so groß, dass die Kanüle knapp durchgeführt werden kann (je nach Kanüle 2 - 5 mm).
Nach der OP verheilen die Einstichstellen und verblassen mit der Zeit. Nach ein bis zwei Jahren sind sie oft gar nicht mehr erkennbar. 

Kann das Fett an den abgesaugten Stellen wieder kommen?

Die Fettzellen, die abgesaugt worden sind, bilden sich nicht neu – und sind
unwiderruflich weg. Findet aber eine starke Gewichtszunahme statt, blähen sich die   
verbliebenen Fettzellen dementsprechend wieder auf. In der Proportion zum Körper wird die Problemzone jedoch nicht mehr so stark ausgeprägt sein. Normale Gewichtsschwankungen wirken sich dagegen nicht sichtbar aus auf das Ergebnis der OP. 

Nimmt man das Gewicht wieder zu, welches während der Operation abgesaugt worden ist? Oder habe ich nach der Operation dauerhaft an Gewicht verloren?

Grundsätzlich nimmt man an Gewicht zu, wenn man mehr Kalorien zuführt, als der Körper verbrennt. Ist die Kalorienbilanz stets überschüssig, steigt das Gewicht natürlich. Aber auch hier gilt, dass die Proportion der Problemzonen nicht mehr so ausgeprägt sein werden wie vor der Operation. 

Bewirkt die Fettabsaugung auch, dass meine Cellulite verschwindet?

Eine Fettabsaugung kann den positiven Nebeneffekt erzielen, dass die Cellulite deutlich gemildert wird. Das liegt einerseits daran, dass Fettzellen abgesaugt werden, welche die Dellenbildung der Cellulite verstärkt haben. Andererseits kann die Narbenbildung nach dem Eingriff unter der Haut dazu führen, dass sich die Haut beim Zusammenziehen zusätzlich glättet. Ein positives Ergebnis hängt merklich davon ab, wie schwer die Cellulite ist und wie die eigenen Bindegewebseigenschaften sind. 

Ab wann darf ich nach der Operation in den Urlaub fahren und was muss ich beachten? Ist Sonnenbaden erlaubt?

Eine Woche nach dem Eingriff spricht grundsätzlich nichts dagegen, in den Urlaub zu fahren, sofern man sich nicht allzu starken Belastungen aussetzt. Allerdings sind Sporturlaube wie Ski-Fahren, Surfen, Tauchen, Bergsteigen etc. erst 4 - 6 Wochen nach der Operation empfohlen. Sonnenbäder sollten in den ersten Wochen gemieden werden, da zu starke Wärme die Schwellungen im Körper in der Ausheilungsphase unnötig in die Länge ziehen kann. 

Ab wann darf  ich duschen oder baden?

In den ersten 2 - 3 Tagen ist es ratsam, kein Wasser an die Wunden der Einstichlöcher zu lassen, damit diese sich trocken und sauber schließen können. Danach ist es unbedenklich, zu duschen oder zu baden. Allerdings sollte man zu heißes Wasser meiden, um Schwellungen im Körper nicht zu fördern. 

Darf  ich das Kompressionsmieder zum Waschen ablegen?

Es ist möglich, das Kompressionsmieder zum Waschen für kurze Zeit abzulegen. Von den Miederherstellern wird empfohlen, die Ware mit der Hand zu waschen. Am besten schaffen Sie sich ein zusätzliches Teil zum Wechseln an. 

Ab wann darf  ich wieder Sport treiben?

In der ersten Woche sind normale, alltägliche Bewegungen erlaubt. Auch längere Spaziergänge sind kein Problem. In den darauffolgenden 3 - 6 Wochen sollte man sich keinen extremen sportlichen Belastungen aussetzen – das hängt natürlich von der individuellen Verfassung des Patienten ab. Leichte Fitness, Walken, Radfahren oder Joggen sind möglich, soweit Sie sich gut dabei fühlen. 

Wie reagiert meine Umwelt? Fällt es auf, dass ich eine Fettabsaugung habe durchführen lassen?

In den meisten Fällen bemerkt das Umfeld (Kollegen, Freunde) nichts von dem Eingriff. Anfangs ist die Körpersilhouette kaum verändert, da im Körper noch Schwellungen sind. Mit der Zeit klingen diese Schwellungen ab – und das Ergebnis wird nach und nach sichtbar. Oft werden die Patienten von ihrem Umfeld dann gefragt, ob sie abgenommen haben.

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