Nasenkorrektur
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Nasenkorrektur

Wenn die eigene Nase als zu groß, zu klein oder zu schief empfunden wird, wenn ein Höcker stört oder wenn die Nase aus anderen Gründen nicht zum Gesamtbild des Gesichtes passt, kann eine Nasenoperation Abhilfe schaffen. In einigen Fällen wie bei einem eingefallenen Nasenrücken ist auch eine minimalinvasive Korrektur durch das Unterspritzen mit Hyaluronsäure möglich.

In der Info-Box auf dieser Seite gibt es die wichtigsten Daten und Fakten zu ästhetischen Nasenoperationen im Überblick. Es werden die verschiedenen OP-Techniken beschrieben, und man findet Informationen zu den möglichen Risiken und zu den Kosten. Außerdem wird erläutert, wann eine Nasenkorrektur durch das Auffüllen mit Hyaluronsäure mögiich ist und was bei solcher einer Korrektur zu beachten ist.

Ausgewählte Nasenkorrektur Videos kann man sich hier anschauen:

combeauty Videos Nasenkorrektur

Außerdem können alle Fragen zum Thema Nasenkorrektur (chirurgisch und mit Hyaluronsäure) und zu anderen Themen der Plastischen Chirurgie auch im Expertenrat für Plastische Chirurgie gestellt werden, wo diese von kompetenten Plastischen Chirurgen beantwortet werden: 

Expertenrat Plastische Chirurgie

Wer gern im Plastische Chirurgie Forum Erfahrungsberichte lesen oder selber einstellen und sich mit anderen combeauty Usern zu Fragen zum Thema Nasenkorrektur austauschen möchte, kann das hier tun: 

combeauty Forum Plastische Chirurgie


 

Bezeichnungen, Fachbegriffe

  • Nasenkorrektur, Nasenoperation, Rhinoplastik
     

OP Dauer

  • je nach Aufwand ca 1 -2 Stunden


OP-Methoden

  • Geschlossene (endonasale) oder offene (exonasale) Rhinoplastik
  • OP-Technik im Detail abhängig von Art des Eingriffs (z.B. Korrektur Höckernase, Korrektur Sattelnase, Korrektur einer Schiefnase, Nasenflügel- oder Nasenspitzenkorrektur)
     

Narkose

  • i.d.R Vollnarkose oder Dämmerschlaf
     

Klinikaufenthalt 

  • i.d.R stationär mit 1 Übernachtung in der Klinik, bei kleineren Eingriffen auf Wunsch auch ambulant möglich
     

Nach der OP 

  • in der ersten Zeit nach der OP sollte auf dem Rücken mit erhöhtem Kopfteil geschlafen werden
  • Tamponaden, Silikonsplinds oder quellende Röhrchen können ca 1- 5 Tage nach OP entfernt werden
  • nicht selbstauflösende Fäden ca 4 - 7 Tage nach OP ziehen lassen
  • Nasenverband oder Schiene für ca 1 bis 2 Wochen
  • Sport frühestens 6 Wochen nach OP
  • auf Sonnenbaden, Solarium und Sauna sollte ca. 3 Monate nach dem Eingriff verzichtet werden

Bei einer chirurgischen Nasenkorrektur unterscheidet man die endonasale Rhinoplastik und die exonasale Rhinoplastik. Unter dem Fachbegriff endonasale Rhinoplastik versteht man eine sogenannte geschlossene Nasenkorrektur, bei der die Nase durch kleine Einschnitte in der Nasenschleimhaut fast narbenlos operiert werden kann. Mit dem Fachbegriff exonasale Rhinoplastik wird die sogenannte offene Nasenkorrektur bezeichnet. Bei der offenen Nasenkorrektur erfolgt die Schnittführung von außen. Allerdings wird auch bei dieser OP-Methode darauf geachtet, dass die Narbe möglichst nicht oder kaum sichtbar ist. In der Regel wird sie am Nasensteg gesetzt. 

Die endonasale (geschlossene) Rhinoplastik kommt vor allem dann infrage, wenn es sich um einen kleineren Eingriff oder eine einfache Korrektur handelt. 

Kompliziertere Nasenoperationen, z.B. von bereits voroperierten Nasen, aber komplexere, schwierigere Operationen wie die Verkleinerung der Nasenflügel oder eine Verkürzung der Nasenspitze erfordert meist eine Schnittführung von außen. Deshalb werden diese Operationen von vielen Chirurgen mit der exonasalen OP-Methode durchgeführt. 

Welche OP-Techniken im Detail angewendet werden, hängt von der individuellen Ausgangslage und dem Wunschergebnis ab. 

Eine asymetrische Nase (Schiefnase) kann korrigiert werden, indem der Chirurg Knochen und Knorpel entsprechend entfernt und gegebenenfalls teilweise an anderen Positionen neu zusammensetzt. 

Geht es um eine Korrektur der Nasenspitze und/oder der Nasenflügel, muss erstmal entschieden werden, ob es sich um eine gewünschte Korrektur der Knorpelstrukturen handelt oder ob auch die Weichteile der Nase modelliert werden soll. Die Knorpelstrukturen sind einfacher zu operieren und erzielen meist ein zufriedenstellenderes Ergebnis als eine Korrektur der Nasenweichteile. 

Soll eine Höckernase korrigiert werden oder der Nasenrücken verschmälert werden, erfolgt eine Abtragung von überschüssigem Knochen und Knorpel durch Hammer und Meißel, Säge oder Feile. 

Ist der Nasenrücken eingefallen, handelt es sich um eine sogenannte Sattelnase, die durch das Auffüllen mit körpereigenem Knorpelmaterial (z.B. aus dem Ohr) korrigiert werden kann. Körperfremde Füllstoffe wie z.B. Silikon werden dafür eher selten verwendet, weil sie vom Körper abgestossen werden können. 

Ein eingefallener Nasenrücken und eine Höckernase können bei geringen Ausprägungen auch ohne Operation durch das Injizieren von Hyaluronsäure korrigiert werden. Der eingefallene Nasenrücken kann so aufgefüllt oder die Kontur der Höckernase angeglichen werden. Der Effekt hält der Hyaluronsäure-Injektion hält ca. 1 – 2 Jahre an. Anschließend ist ein erneutes Auffüllen mit Hyaluronsäure erforderlich. 


Nach einer chirurgischen Nasenkorrektur ist Schonung sehr wichtig. Erschütterungen und Anstrengungen sollten vermieden werden. Sport ist frühestens 6 - 8 Wochen nach der Operation erlaubt.

Beim Einsatz von modernen, blutungsarmen OP-Methoden ist nach dem Eingriff nicht mehr unbedingt der Einsatz von Tamponaden erforderlich. Alternativ ist auch die Verwendung von Silikonsplinds oder quellenden Röhrchen möglich. Tamponaden, Silikonsplinds oder Röhrchen können ca. 1-5 Tage nach der Operation entfernt werden.

Die Entfernung von nichtauflösbaren Fäden erfolgt ca. 4-6 Tage nach der Operation. Ein Nasenverband oder Schiene, die die Nase in ihrer neuen Form fixieren sollen, werden für ca 1-2 Wochen getragen.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff wird empfohlen, nur auf dem Rücken und mit erhöhtem Kopfteil zu schlafen. Duschen ist meist schon am 1. Tag nach der OP wieder möglich, Haarewaschen ca. 3 Tage danach. Auf direkte Sonneneinstrahlung, Solarium und Sauna sollte mindestens 3 Monate verzichtet werden.

Stärkere Schwellungen und Blutergüssen gehen meist nach ca. 2-3 Wochen zurück. Bis alle Schwellungen abgeklungen sind, und das endgültige Ergebnis beurteilen werden kann, vergehen oft noch Monate.

Wie jede andere Operation ist auch eine ästhetische Operation der Nase mit den üblichen Operations- und Narkose-Risiken verbunden. Darüber hinaus können die speziellen Risiken einer Nasenkorrektur zu Unzufriedenheit mit dem optisch erzielten Ergebnis führen.

Dazu gehören z.B. Knorpel- oder Knochenwucherungen oder auch das Absenken der Nasenspitze. Im einzelnen sind die Risiken abhängig von der Art des Eingriffs und von der Ausgangslage. Eine voroperierte Nase ist immer schwieriger zu operieren und lässt das Risiko der Unzufriedenheit mit dem Ergebnis ansteigen. 

Davon abgesehen kommt es in den ersten Wochen nach der Nasenkorrektur außerdem zu Einschränkungen wie Spannungsgefühlen, trockener Nasenschleimhaut, verstärkter Absonderung von Nasensekret, Überempfindlichkeit, eingeschränktem Riechvermögen und Taubheitsgefühlen. Diese Einschränkungen sind aber normalerweise vorübergehend und sollten spätestens nach ein paar Monaten verschwunden sein. 

Treten in den ersten Wochen nach der Operation stärkere Nachblutungen auf, sollte umgehend Kontakt zum Operateur aufgenommen werden, der dann die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

Da je nach individueller Ausgangslage und Wunschergebnis für eine Nasenkorrektur ganz unterschiedliche und damit auch unterschiedlich aufwändige OP-Techniken erforderlich sind, können die Kosten von OP zu OP sehr unterschiedlich sein.

Oft liegen die Kosten für eine ästhetische Nasenoperation in einer Bandbreite zwischen 4000 und 6000 Euro, können aber auch deutlich darunter oder darüber liegen.

Wenn es sich bei einer geplanten Nasenoperation nur zum Teil um eine kosmetische Operation handelt, weil zusätzlich zur ästhetischen Korrektur auch funktionale Störungen behoben werden sollen, ist in einigen Fällen die Übernahme von anteiligen Kosten durch die Krankenkasse möglich.

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