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Scareface
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Drainage im Gesicht möglich bei Facelift Korrektur?

Hallo und guten Abend,
ich habe mein Facelift im Forum unter Vorstellung von neuen Mitgliedern beschrieben.
Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich tatsächlich eine Narbenkorrektur durchführen lassen soll. Die Narben in meinem Gesicht sind sehr viel heller geworden und ich verwende täglich Selbstbräunungsspray, weil dadurch gerade die dunklen Fettpolster unter den Augen nicht mehr so auffallen. Mit den Narben im Halsbereich kann ich leben, aber damit nicht.
Wenn aber die Fettpolster unter den Augen bei einer eventuellen weiteren OP abgetragen werden müssten, habe ich natürlich große Angst, dass dadurch neue Blutergüsse entstehen, die nicht ablaufen und sich dadurch neue Polster bilden könnten.

Nun meine Frage:
Wäre es möglich bei einer OP unterhalb der Augen (oberhalb der Wangenknochen) kleine Drainagen zu legen, welche erst entfernt werden, wenn sich die Unterhaut beruhigt hat und Nachblutungen ausgeschlossen werden können, so dass sich keine neuen Polster mehr bilden können?
Natürlich weiß ich, dass die Drainagen wieder entfernt werden müssen, aber mit kleinen Narben unter den Augen kann ich besser leben, als mit diesen Schwellungen/Dunklen Polstern, die meine eh schon vorhandenen Augenringe noch verstärken.
Das Foto ist 6 Monate nach dem Facelift gemacht worden! Inzwischen sieht es schon sehr viel besser aus, aber trotzdem leide ich sehr darunter.

Danke im voraus für eine Antwort und LG

Drainage im Gesicht möglich bei Facelift Korrektur?
Dr. Steinmetz
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Liebe "Scareface",

Also für 6 Monate nach OP sind die auf dem Foto sichtbaren Schwellungen äußerst ungewöhnlich. Wurde denn im Rahmen des Facelift auch schon eine Unterlidstraffung durchgeführt?

Drainagen in diesem Bereich - etwa bei einer (neuerlichen?) Unterlidstraffung würde ich persönlich nicht einlegen, die dünne Haut der Unterlider würde dadurch unter Umständen auch zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden.

Viele Grüsse
Dr. Wolf-Gunter Steinmetz
www.aesthetik-am-ringpark.de

Scareface
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Hallo Herr Dr. Steinmetz,
ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Eine Unterlidstraffung wurde bereits 2005 gemacht, aber nicht bei diesem Facelift. Schade, ich hatte die Hoffnung eine Drainage in diesem Bereich wäre die Lösung gewesen.

LG

Dr. Steinmetz
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Nein - das ist leider keine Lösung, aber ich muß sagen, daß ich in über 20 Jahren Tätigkeit in dem Fachgebiet noch nie einen Befund gesehen habe, wo ein Facelift nach 6 Monaten auch nur ansatzweise so aussieht.
Kann es sein, daß Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, die einfach unentdeckt geblieben ist?

LG

Viele Grüsse
Dr. Wolf-Gunter Steinmetz
www.aesthetik-am-ringpark.de

Scareface
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Ich war 8 Monate nach dem Facelift im Gerinnungszentrum Rhein-Ruhr in Duisburg um die Ursache zu klären, leider ohne Befund. Lediglich der Faktor XIII (Fibrinbildung) war bei mir leicht erhöht (Ergebnis 155) ansonsten waren alle Werte OK und der behandelnde Arzt Dr. Kappert meinte, daran könnte es nicht gelegen haben.

Scareface
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Sorry, wenn ich Sie nochmals nerven muss, aber ich habe gerade erneut meine kompletten Unterlagen durchgesehen und einen Nachtrag vom Gerinnungszentrum gefunden:
In vitro Blutungszeit am PFA 100 ADP/Collagen - Wert 64 (normal 68-121)

Im Vorstellungsforum hatte ich bereits geschrieben, dass das Gerinnungszentrum eine Empfehlung bei zukünftigen operativen und zahnärztlichen Eingriffen die Gabe von Tranexamsäure/Cyklokapron in einer Dosierung von 20 mg/kg KG empfohlen hat.

Natürlich ist das für mich alles Fachchinesisch und eventuell habe ich ja doch eine noch unbekannte Gerinnungsstörung?

Kurze Zusammenfassung meines Faceliftings:
OP (14 Uhr) ohne Komplikation
in der darauffolgenden Nacht Einblutungen in der linken Gesichtshälfte (siehe Foto 1 vom 5. Tag nach der OP) der Bereich um die Augen war davon noch nicht betroffen. OK ich hatte kleine Feilchen, aber mehr nicht
Eine Woche später am Abend begann die Entzündung der rechten Gesichtshälfte, mit Anreicherung von Wundflüssigkeit (Foto 2 - auch hier sind die Schwellungen unter den Augen noch nicht so extrem)
Am nächsten Morgen sofort den Arzt aufgesucht (inzwischen Kopf wie ein Fussball) beim Versuch die Flüssigkeit durch einen kleinen Schnitt ablaufen zu lassen, ist auf beiden Seiten die Haut entlang der OP-Narben an/hinter den Ohren bis zum Hals geplatzt.

Bild 3 und 4 wurden 2 Monate später aufgenommen, als die offenen Wunden endlich von selbst zugewachsen sind.

Einen genetischen Defekt kann ich zu 100 % ausschließen, da ich eine eineigige Zwillingsschwester habe, bei der noch nie Komplikationen während/nach Operationen (Beinbruch, Armbruch, Kaiserschnitt, Brustvergrößerung) aufgetreten sind.

Danke für Ihre Zeit und Ihre Hilfe. LG

Re: Drainage im Gesicht möglich bei Facelift Korrektur?
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Re: Drainage im Gesicht möglich bei Facelift Korrektur?
Re: Drainage im Gesicht möglich bei Facelift Korrektur?
Pullmann
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Liebe Scareface,

Ihr Op - und Heilungsverlauf ist äußerst bedrückend. Ich habe höchste Achtung vor Ihnen, dass Sie den Mut aufbringen, hier im Forum über sich zu berichten - und dies sogar mit Fotos.
Was soll ich sagen - es fehlen mir die Worte.

Irgendetwas ist hier grundsätzlich während und/ oder nach der Operation falsch gemacht worden.

Natürlich kann man und man sollte dringenst bei einem zweiten Eingriff Drainagen legen. Dies, um Ihnen und dem Operateur Sicherheit zu geben, zum anderen die Abheilung zu beschleunigen und dadurch auch das Endergebnis positiv zu beeinflussen.

Korrektureingriffe im Gesicht wie das Re-Facelifting gehören in geübte Hände, das heißt Operateure die Facelift auch sehr regelmäßig operieren (und nicht wie die meisten 5 mal im Jahr).

Vielleicht mögen Sie noch einmal 2 aktuelle seitliche Bilder von sich zeigen. Wann war das Facelift?

Besten Gruß

Dr. Pullmann

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