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Cassandra
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Implantate plötzlich unangenehm spürbar?

Hallo zusammen,

ich bin jetzt bald 10 Wochen post-Op (UBM, links 275 ml, rechts 305 ml, Brustfaltenschnitt) und war bisher -aus meiner Sicht zumindest- durchweg beschwerdefrei, doch seit fast einer Woche spüre ich meine Implantate zum ersten Mal (abgesehen von den ersten zwei-drei Tagen nach dem Eingriff).

Es begann mit der linken Brust; wenn ich zB von der Außenseite leicht dran drücke, merke ich, wie das Implantat wie eine „Kugel“ auf die Brustinnenseite bewegt wird. Dabei habe ich im gesamten Implantatbereich ein unangenehmes, entzündliches Druckgefühl. Ähnlich verhält es sich, wenn ich von unten an die Brust drücke und sie etwas anhebe.

Es ist ganz eigenartig - so ein Empfinden kannte ich vorher nicht. Es kommt mir bei entsprechenden Bewegungen wirklich so vor, als könnte ich das gesamte Implantat fühlen und spüren, wo es überall mit meinem Brustgewebe in Berührung kommt.

Auf der rechten Seite habe ich das Gefühl inzwischen auch, aber nicht ganz so stark.

Ich habe jetzt natürlich Angst, dass es eine Entzündung sein könnte, zumal ich seit vergangenem Mittwoch mit Grippe und Seitenstrangangina flach liege. Allerdings nehme ich seit Donnerstag ein Antibiotikum, so dass zumindest eine mögliche Infektion in diesem Areal gleich mitbehandelt wird.

Ich habe jetzt noch einmal überlegt, ob ich in letzter Zeit irgendetwas anders als vorher gemacht habe - ca. 8 Wochen post-Op, also 5 Tage bevor ich dieses unbehagliche Empfinden in der linken Brust registrierte, habe ich zum ersten Mal seit der Op auf dem Bauch geschlafen, d.h. nicht die ganze Nacht, aber auf jeden Fall bin ich so eingeschlafen. Mich hatte es noch gewundert, dass ich die Implis da nicht als störend empfand, weswegen ich auch so liegenblieb. Ob das davon kommen kann?

Bis wann bildet sich denn die Kapsel um das Implantat vollständig aus (also die Kapsel, die der Körper auf jeden Fall bildet, ohne dass eine schmerzhafte, zu therapierende Kapselfibrose vorliegt)?

Meine Frage an euch: Hattet ihr auch schon einmal solche Erfahrungen gemacht und wenn ja, wann, wie waren die Schmerzen/das Empfinden, was habt ihr dagegen gemacht, was meinte euer Arzt dazu?

Danke für eure Antworten!Wink

Sause
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Hallo Cassandra,

wenn ich gegen meine Brust drücke, dann bewegt sich mein Implantat auch heute noch nach 10 Jahren. Meine Implis liegen nicht komplett unter dem Brustmuskel, sondern teilweise, also dennoch UBM. Da die meisten UBM operierten die Implantate nicht komplett unter dem Brustmuskel haben, schätze ich, dass es bei dir auch so ist.

10 Wochen nach der OP stelle ich mir diese Bewegung ungewohnt vor und wahrscheinlich auch unangenehm. Es darf aber nicht richtig schmerzhaft sein.

Nach 10 Wochen sollte auf dem Bauch schlafen kein Problem mehr sein. Laughing out loud

Ich kann deine Verunsicherung verstehen, vielleicht rufst du bei deinem Arzt an und schilderst das Gefühl.

Cassandra
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Hallo Sause,

vielen lieben Dank für deine Antwort!

Also ich habe kürzlich in einem anderen Forum gelesen (ich meine es war estheticon), dass es im Laufe des ersten Jahres durchaus sein kann, hin und wieder ein unangenehmes Gefühl zu verspüren. Zur Theorie mit dem auf dem Bauch schlafen und einem daraus resultierenden
Druckgefühl schrieb ein Arzt, dass sich die erst kürzlich ausgebildete Kapsel um das Implantat in dieser Position auch erst einmal mitdehnen muss und das auch spannen kann. Klingt nachvollziehbar.

Einen Tag, bevor das Ganze losging, habe ich noch etwas Ungewohntes gemacht, was mir aber erst jetzt wieder eingefallen ist (man schenkt so vielen Dingen im Alltag gar keine sonderlich große Aufmerksamkeit, so lange sie keine Probleme verursachen):

Ich habe ein relativ großes, unhandliches Paket (> 10 kg) zur Post gebracht und musste bestimmt 200 Meter damit laufen...es ließ sich sehr schwer tragen, weil ich es aufgrund der Ausmaße kaum greifen konnte. Ich schätze, dass diese ungewohnte Belastung (vor allem auf der linken Seite) auch etwas damit zu tun haben kann. Vermutungen in diese Richtung wurden auch in dem einem Forum beschrieben. Immerhin war ich seit meiner OP noch immer nicht im Fitnessstudio, dh ich habe meine Brustmuskeln noch gar nicht in ihrer neuen Position trainiert... und dann waren diese ganzen Kilos wohl einfach zu viel auf einmal.

Ja, mein Implantat ist auch nicht komplett von Muskeln bedeckt; mein Arzt sagte, in aller Regel geht das auch gar nicht, weil die Muskeln bei den meisten Frauen nicht groß genug dafür sind. Ist das der Grund, warum man es so bewegen kann?

Ich habe jetzt meinem Arzt gemailt und diese Woche noch einen Termin bekommen:) Bin gespannt, was er meint...

Richtige Schmerzen sind es nicht, aber es ist einfach unangenehm ;(

Sause
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Huhu,

dann schätze ich, dass das Gefühl anfangs einfach noch unangenehm ist.

Dadurch dass das Implantat nicht komplett unter dem Muskel liegt, kann man es teilweise von der Seite erfühlen und auch ein bißchen bewegen, wobei die Kissen fest in den präperierten Taschen sitzen. Also keine Sorge, dass da was verrutschen kann.

Wäre toll, wenn du hier kurz Info gibst, was dein Arzt dazu meint. Laughing out loud

Cassandra
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Hallo Sause,

ja, das mache ich auf jeden Fall! Smile

Viele Grüße

Cassandra
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Hallo zusammen,

hatte heute meinen Kontrolltermin (4. seit der OP) und alles ist gut. Der Arzt hat die Brust erst gründlich abgetastet und dann noch per Ultraschall nachgesehen. Alles unauffällig, es gab keine Einlagerungen von Flüssigkeit und ich habe auch keine verdickte Kapsel um das Implantat. Beide Brüste fühlten sich beim Abtasten auch gleich an.

Ich habe aber inzwischen die Ergebnisse meiner Blutuntersuchung von letzter Woche und ich habe gar keine Grippe/Angina, sondern Pfeiffersches Drüsenfieber! Es kann durchaus sein, dass ich daher momentan auch so empfindlich an der Brust bin. Mein Arzt hätte mir aufgrund des Drüsenfiebers auf jeden Fall ein Antibiotikum verschrieben, um auf Nummer sicher zu gehen, dass sich keine Infektion auf die Brust überträgt, aber da ich eh schon eins nehme, ist alles ok meinte er.

Die Kapsel um das Implantat bildet sich übrigens schon nach ca. 2 Wochen post-Op sagte er heute. Ich habe ihn auch gefragt, ob das Druckgefühl vom Schlafen auf dem Bauch und einer einhergehenden Dehnung der Kapsel kommen kann, doch er sagte, höchstens kurzfristig, da sich die Kapsel auch immer wieder zurückbildet nach einer Dehnung (also wieder auf die ursprüngliche Größe schrumpft).

Ok, soweit bin ich erst mal beruhigt;)

Jana
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Hallo Cassandra,

du arme, da hat es dich aber richtig erwischt. Gute Besserung! Hast du dich irgendwo angesteckt, oder woher kann man das bekommen?

Es freut mich sehr zu lesen, dass es deinen Brüsten gut geht und der Kontrolltermin unauffällig war. Von wem bist du operiert worden? Ich hatte ja auch mit der Grippe inkl. hohem Fieber und Husten zu kämpfen und hatte ca. 2 Tage ein komisches Gefühl in bzw. an den Brüsten. Das war zum Glück aber schnell wieder weg, ich vermute das kam von dem vielen Husten. Ich kann mir gut vorstellen, dass das durch die Krankheit ist und bald wieder weg ist.

Liebe Grüße

Sause
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Liebe Cassandra,

es freut mich zu hören, dass mit deiner Brust alles in Ordnung ist. Ich fand es jetzt auch nochmal interessant zu hören, dass sich die Kapsel nach 2 Wochen post OP bildet.

Ansonsten werde ganz schnell wieder gesund. Laughing out loud

Cassandra
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Hallo,

Operateur war Dr. Ferrara in Kirchheimbolanden.

Ja, ich bin auch froh, dass nichts an der Brust festgestellt werden konnte.

Ich fragte meinen Arzt auch, ob durch das Pfeiffersche Drüsenfieber ggf. die Brustdrüsen in Mitleidenschaft gezogen, also gereizt/geschwollen sein können aber davon ging er nicht aus. Im Internet liest man auch nichts von den Brustdrüsen in Verbindung mit diesem Fieber, aber irgendwie wäre es für mich schlüssig gewesen. Naja, vielleicht sind es mehr die Kopf-/Glieder- und Muskelschmerzen, die hierbei oft auftreten und natürlich auch der wilde Husten, den ich jetzt einige Tage hatte.

Morgen muss ich noch zum Internisten und da wird geprüft, ob Milz und Leber ebenfalls geschwollen sind. Meine Lymphknoten sind es auf jeden Fall - das hat Dr. Ferrara gestern beim Abtasten der Halsregion (nachdem ich ihm von meinem Laborbericht erzählte) bestätigt.

Cassandra
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Achso, woher ich das haben könnte?

Ist schwer zu sagen, mein Sohnemann (3) war zuerst krank, aber bei ihm dachten wir nur, dass es sich um einen grippalen Infekt handelt. Er hatte mehrmals erbrochen und dann einige Tage lang eine Temperatur zwischen 38-39 Grad, war schlapp und kränkelte. Bei mir gingen die Symptome aber schon zwei Tage später los; angesteckt müssen wir uns also schon viel früher haben.

Wahrscheinlich habe ich es von ihm, obwohl in seiner Kita in letzter Zeit nur grippale Infekte und Influenza kursierten. Wobei ich im Internet las, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber oft als grippaler Infekt fehldiagnostiziert wird und damit unerkannt bleibt...

Jana
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Ich drücke dir die Daumen, dass mit Milz und Leber alles ok ist. Hoffentlich hast du es bald überstanden. Wie ist dein Arzt denn darauf gekommen, auf das Pfeifferische Drüsenfieber zu testen? Bei uns geht hier die Grippe rum und gefühlt wird fast alles der Grippe zugeordnet. Wie du auch geschrieben hast.

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