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mondogatta
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Impressionen vom 13. Internationalem Live OP Symposium für dermatologische und kosmetische Operationen vom 01. - 04. Dezember

Zum dritten Mal darf ich vom Live Surgery Symposium berichten, bei dem in der Rosenpark-Klinik in Darmstadt in drei Operationssälen live operiert wird. In Direktschaltung wird ins Kempinski Frankfurt übertragen, Tagungsteilnehmer können dann mit dem OP-Team kummunizieren.

Sehr gespannt war ich, welche Innovationen in diesem Jahr im Vordergrund stehen würden.
Ein zentrales Thema des Symposiums war zu meiner Verwunderung allerdings ...
die Anatomie.

Schaut man im Netz, wie viele Muskeln man für ein Lächeln braucht, gehen die Meinungen extrem auseinander.
Sicher, es ist schon ein Unterschied, ob man nur mit dem Mund lächelt oder auch mit den Augen, mit dem ganzen Gesicht.
Trotzdem wird durch diese Meinungsdifferenz deutlich, wie es allgemein um die Kenntnisse der Anatomie des Gesichts bestellt ist.
Die landläufige Meinung über die Anatomie ist doch: Das lernen die angehenden Ärzte alle im Grundstudium, es ist schon fast alles lange bekannt.

Dieser Eindruck geht an der Wirklichkeit extrem weit vorbei. Bis heute sind immer noch nicht alle Kompartimente des Gesichts beschrieben und benannt.

Professor für Anatomie Sebastian Cotofana hat eindrucksvoll dokumentiert in zwei Vorlesungen und einer begleitenden Anatomie zur Live-Veranstaltung, wie kompliziert der anatomische Aufbau unseres Gesichts gestaltet ist.

Wieso sind diese Kenntnisse für Dermatologen so wichtig?

Schließlich sind sie doch unerlässlich für eine sichere und erfolgreiche Ausführung von Injektionen mit Fillern und Neurotoxinen (Botulinumtoxin).
Detaillierte Informationen zur Anatomie haben auch schon in Instruktionen der Hersteller der Präparate Einzug gehalten.

Was wäre aber das Symposium ohne die Einbindung der wiederherstellenden Dermatologie unter ästhetischem Aspekt?

Die Vorstellung neuer Verfahren und Geräte wurde durch Aspekte wie Wirkung, Akzeptanz, Kosten für Anschaffung und Betrieb transparent gestaltet.

Aber alles das macht den Flair des International Live Surgery Symposium nicht aus.

Hier treffen sich alle zwei Jahre Spezialisten aus aller Weltviele schon lange zuverlässig immer wieder.

Damit komme ich abschließend zum Schluss: Es ist die freundliche familiäre Atmosphäre, die Frau und Herr Dr. Sattler in die Veranstaltung einbringen.

Die Veranstaltung endete nicht mit dem Farewell am Sonntag nachmittag, man hatte für die Gäste danach auch noch einen gemeinsamen Besuch des Frankfurter Weihnachtsmarkts mit eigenem Bus organisiert.

Gerne werde ich noch über einzelne Veranstaltungen im Detail berichten.

Impressionen vom 13. Internationalem Live OP Symposium  für dermatologische und kosmetische Operationen  vom 01. - 04. Dezember

LG mondogatta

juneve
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Vielen Dank für deine sehr interessanten Eindrücke vom 13. Internationalem Live OP Symposium für dermatologische und kosmetische Operationen.

Mir war nicht klar, dass noch nicht alle Kompartimente des Gesichts beschrieben und benannt sind. Wenn man bedenkt, dass in den Anfängen beim Facelift, die Gesichtshaut einfach nur getrafft wurde, wundert es mich dann nicht mehr.

Darf denn jeder dieses Symposium besuchen?

LG juneve

mondogatta
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Das SMAS wurde auch erst 1976 beschrieben.

Hier eine Zeitleiste von S. Cotofana für die Anatomie des Gesichts bis 2013:

Abb. 1: Zeitstrahl von 1800 bis heute mit der grafischen Darstellung der Jahreszahl der Erstpublikationen aus dem Bereich makroskopische Anatomie des Gesichtes. ROOF= retro-orbicularis oculi Fett; lig.= Ligament; SMAS= superfizielles muskulo-aponeurotisches System; SOOF= sub-orbicularis oculi Fett; LOT = lateral orbital thickening (i.e. laterale, bindegewebige Verdickung der Orbita); DMCF = deep medial cheek fat (i.e. tiefes mittleres Wangenfett); DLCF = deep lateral cheek fat (i.e. lateraler Anteil des tiefen mittleren Wangenfettes).

Quelle: http://www.zwp-online.info/de/fachgebiete/aesthetik-interdisziplinaer/grundlagen/meilensteine-der-erforschung-des-menschlichen-gesichts

Re: Impressionen vom 13. Internationalem Live OP Symposium  für dermatologische und kosmetische Operationen  vom 01. - 04. Dezember

LG mondogatta

fee
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Das klingt ja nach einer tollen Veranstaltung. Ich war auch schon mal auf Veranstaltungen, auf denen Live-Operationen übertragen wurden und fand das super-interessant. Auf dem Live OP Symposium für dermatologische und kosmetische Operationen von der Rosenpark-Klinik war ich allerdings noch nicht. Es hört sich aber toll an, wie du die familiäre Atmosphäre beschreibst. Vielen lieben Dank, dass du über diese Veranstaltung berichtest.

Liebe Grüße
Fee

Mein Blog für Living, Lifestyle, Kosmetik & Reisen http://infarbe.blog/ Meine Beauty-Community http://www.combeauty.com

nikky
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Ach, das klingt ja interessant. Ich habe mir noch nie Live-OPs angeguckt und weiss auch gar nicht, ob ich das könnte. Dafür muss man ja wahrscheinlich etwas härter im Nehmen sein, wenn man das ganze Blut und offene Haut und offenes Gewebe sehen kann.

Ich selber kenne mich mit der Anatomie im Gesicht gar nicht so gut aus und hätte auch nicht gedacht, dass selbst für Ärzte in dem Bereich noch gar nicht alles bekannt und beschrieben ist.

Kann denn jeder zu so einer Veranstaltung hingehen oder muss man dafür eine Zulassung haben?

Über Berichte zu weiteren Details der Veranstaltung würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße
Nikky

mondogatta
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Nun man muss als Nichtmediziner nicht bis ins kleinste Detail hinschauen. Wen es aber interessiert, der findet inzwischen im Internet viele Bilder und auch Filme.
Die Live-Anatomie ist noch mal etwas anspruchsvoller.

Es geht mir auch nicht um Nervenkitzel, aber ich meine schon es schadet nicht, es ist einem klar, dass eine Operation eine im wahrsten Sinne des Wortes eine einschneidende Maßnahme ist.

Diese Kongresse sind nicht für jedermann zugänglich. Ich hatte einen Presseausweis, aber auch dann muss man persönlich bekannt sein. Das kann ich durchaus nachvollziehen.
Denke ich daran, wie in meinem Umfeld von Frauen 45+ über das Thema Faltenbehandlung oder gar Schönheits-OPs diskutiert wird, kann ich nur innerlich den Kopf schütteln. Da werden einige misslungene Behandlungen von Promis zum Normalfall erklärt. Wobei vielleicht die eine oder andere schon mal etwas unternommen hat - nach vielen Jahren entwickelt man schon einen Blick dafür Smile - aber es zum Zerplatzen nicht zugibt.

Das heißt für mich, in Berichten objektiv zu sein. Nicht alles hochloben, was mich nicht überzeugt, aber auch nicht reißerisch oder aus einer Ideologie heraus alles nur verfälscht darstellen.

LG mondogatta

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