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Nebukadnezarin
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Liposuktion/ Fettabsaugung 4 Zonen bei M1 Med Beauty in Berlin

Liebe Combeautys,

wie schon im Forum Fettabsaugung angekündigt, habe ich mich gestern einer Liposuktion an vier Zonen (Ober-, Unterbauch, Hüften, Reiterhosen) unterzogen. Die OP fand in Berlin statt, in der Schlossklinik von M1 Med Beauty, meine behandelnde Chirurgin war Frau Dr. Christina Simeonidou. Sie hat im letzten Jahr schon meine Oberlider operiert und ich bin so zufrieden mit dem Ergebnis, dass das letztlich den Ausschlag dafür gegeben hat, sie jetzt auch an mein Fett zu lassen Wink

Das Vorgespräch fand vor zwei Wochen statt, dabei wurde geklärt, warum ich Fett absaugen lassen will, was meine Vorstellungen hinsichtlich weiterer Gewichtsabnahme sind (ich wiege - nein, wog bis gestern vor der OP 85 kg und bin 1,88 m groß), welche Zonen operiert werden sollten (meiner Meinung nach und ihrer Meinung nach) und was ich erwarten kann. Dr. Simeonidou hat sich zwischendurch meinen Bauch/Hüftbereich angesehen, ganz locker und diskret, wofür ich sehr dankbar war. Wer lässt schon gern buchstäblich die Hosen runter vor fremden Leuten, besonders bei Gewichtsproblemen... Sie führt die Absaugungen in Tumoleszenz-Anästhesie durch und hat mir das Verfahren erklärt. Wir haben uns dann auf besagte vier Zonen und 2300 Euro geeinigt.

Nachdem wir alles zur OP besprochen hatten, hat mir ihr Assistent einen Termin und die erforderlichen Unterlagen (Aufklärungsbogen für Patienten, Behandlungsvertrag, Info-Zettel, Checkliste vor der OP) gegeben. Ich habe diesmal gleich unterschrieben, weil ich so schnell einen OP-Termin bekommen hatte, bei meiner Oberlid-OP letztes Jahr habe ich das ganz entspannt von zu Hause aus gemacht und die Zettel zurückgeschickt. Mir wurde aufgetragen, ein Kompressionsmieder in meiner Größe zu besorgen, ein Sanitätshaus, bei dem M1-Kunden Prozente kriegen, wurde dazu genannt (...ich hätte auch überall anders hingegen können - das Mieder hätte allerdings "normal" ca. 170 Euro gekostet, ich hab's mit der Empfehlung für 153 Euro gekriegt). Dort wurde ich ausgemessen und das Mieder angepasst - viel enger, als ich selber das je gekauft hätte. Im Preis sind drei Anpassungen durch die Schneiderin nach der OP enthalten, wenn ich dann dünner werde Smile)) Mein Mieder reicht von direkt unter der Brust bis zu den Knien, wird vorne mit Häkchen geschlossen und ist im Schritt so offen, dass man auf die Toilette gehen kann, ohne es ausziehen zu müssen.

Gestern war dann also mein OP-Termin, um 9 war ich in der Klinik, Frühstück im Bauch (...sollte so sein für den Kreislauf, nüchtern nur bei Vollnarkose), Mieder unter dem Arm. Eine Schwester hat mich zu einem Zimmer gebracht, in dem ich mich umziehen (Kittel zum hinten Zubinden, Haube für die Haare, Plastiküberzieher für die Füße, Slip) und meine Sachen einschließen konnte, dann kam ich in den Aufwachraum in ein für mich vorbereitetes Bett. Dort wurde ein Zugang in die Hand gelegt (für alle Fälle) und ich bekam eine Vitamin-C-Infusion (verhindert das Verklumpen der Blutplättchen und beugt so Thrombosen vor). Schließlich wurde ich von der OP-Schwester abgeholt, Dr. Simeonidou erwartete mich im OP-Raum. Außer den beiden war keiner weiter anwesend, lediglich die OP-Schwester wurde zwischendurch kurz durch jemand anderen abgelöst. Ich zog mich aus, vor einer weißen Wand wurden "vorher"-Fotos gemacht und die Zonen angezeichnet, dann ging es direkt auf den OP-Tisch. Im Hintergrund lief Musik, alles war ganz locker und entspannt. Mein Oberkörper wurde mit einem großen weichen Handtuch abgedeckt, die ganze Körpermitte bis zu den Knien dann desinfiziert und weitere OP-Tücher um mich herum, auf den Schambereich und auf die Füße drapiert, dann begann das Einfüllen der Tumeszenzlösung. Dazu wurden an verschiedenen Stellen Kanülen ins Gewebe eingeführt, was ich als leichten Piks empfunden habe - jedes Mal mit Vorankündigung, ich konnte das nicht sehen, weil das Handtuch "im Weg" war, was a) sicher geplant und b) sehr vorteilhaft war. Wenn ich das mitangesehen hätte, wäre mir mulmig gewesen - so waren da nur die kleinen Pikse, anfangs ein leichtes Brennen und ansonsten haben sich beide Damen die ganze Zeit mit mir unterhalten, was eine gute Ablenkung war. Nach den ersten Stichen begann dann auch schnell das enthaltene Betäubungsmittel zu wirken, so dass ich in der ganzen Körpermitte eigentlich nur noch ein sehr schweres Druckgefühl, aber keine Schmerzen hatte. Als die gesamte Lösung in mir drin war, wurde das Licht gedimmt, ich wurde zugedeckt und sollte das ca. 30 Minuten einwirken lassen, wieder super unterhalten von der Musik und dem anwesenden Assistenten. Ein kurzer Blick hat gezeigt, dass mein Körper durch die Tumeszenzlösung aufgeschwemmt und blutleer aussah - also alles wie geplant Wink

Nach 30 Minuten hat Dr. Simeonidou überprüft, ob alles gut betäubt war, dann wurde ich mit OP-Tüchern verpackt, so dass nur noch der zu behandelnde Bereich offen da lag. Auch vor mein Gesicht kam ein OP-Tuch (auf einer ausgeklappten Stange über den Oberkörper, auf meinem Gesicht lag nichts, ich sollte die Arme unter den Kopf nehmen und konnte also nichts von der OP sehen - was wiederum sehr in meinem Sinne war).

Dann begann das eigentliche Fettabsaugen. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass sei völlig schmerzfrei gewesen, das war es nicht. Speziell an den Rändern des betäubten Gebietes und in Gegenden, wo weniger Fett war (Oberbauch bei mir), habe ich ein deutliches Ziepen gespürt. Außerdem ist das Ganze mit körperlicher Arbeit für den Chirurgen verbunden, die Absaugkanüle wird im Gewebe bewegt, mit der anderen Hand wird von außen der Bereich begrenzt - man merkt das, einerseits fühlt der Körper sich schwer und unbeweglich durch die Betäubung und die eingeleitete Flüssigkeit an, andererseits wird man hin- und herbewegt, für die Hüften/ Reiterhosen sollte ich mich auch auf die Seite drehen. Ich wurde aber immer wieder gefragt, ob alles ok sei (...was es für mich war) und hätte sicher nach mehr Schmerzmittel fragen können. Es war gut, dass ich außer dem blauen Tuch vor meinem Gesicht nichts gesehen habe - im Hintergrund lief weiterhin die Musik (...80er Jahre-Hits, sehr passend bei mir Smile) und Dr. Simeonidou und ihre Assistentin haben sich weiterhin sehr entspannt mit mir unterhalten. Von Katzen bis Weltpolitik und Fragen meinerseits zu diversen Schönheits-OPs war da alles bei.

Nach ca. drei Stunden (insgesamt im OP einschließlich Vorbereitung und Einspritzen der Tumeszenzlösung) war alles vorbei. Es wurden ca. 4,5 Liter Fett abgesaugt, die in zwei Behältern aufgefangen wurden. Ein Teil der Tumeszenzlösung ist da auch dabei, das Fett ist gelblich und trennt sich von der anderen Flüssigkeit, so dass man die Menge gut ablesen kann. Die Stellen, durch die die Kanülen eingeführt wurden (bei mir 10), wurden mit selbstauflösendem Faden vernäht, dann mit Pflaster abgeklebt, dann habe ich mit tatkräftiger Hilfe der Assistentin direkt mein mitgebrachtes Mieder angezogen, ein neuer Kittel drüber und zurück in den Aufwachraum in mein Bett. Es ging mir sehr gut direkt nach der OP, ich habe das Mieder schon im Stehen angezogen und bin dann ohne Probleme in den Aufwachraum gelaufen. Dort gab es nochmal eine Vitamin-C-Infusion, Blutdruck und Blutzucker wurden überprüft, ich wurde zum Verhalten nach der OP gebrieft (Duschen am besten erstmal MIT Mieder, Auslaufen von Tumeszenzlösung/ Wundwasser ist normal, viel trinken, Mieder mindestens sechs Wochen tragen), ich bekam ein Rezept für Schmerzmittel und ein Antibiotikum und einen großen Stapel flüssigkeitsdichte Unterlagen/ Verbandmaterial, dann konnte ich mich anziehen und gehen.

Schon beim Anziehen begann dann das besagte "Auslaufen" - nicht an allen Stellen, aber am Bauch und an der rechten Hüfte lief doch plötzlich so viel Flüssigkeit aus, dass ich kleine Lachen auf dem Boden hinterlassen habe. Zum Glück hatte ich den Stapel mit dem Verbandszeug noch nicht in meinem Rucksack verstaut und habe mir dann einen Teil davon über das Mieder an die entsprechenden Stellen gesteckt, das ganze mit der Jeans fixiert. Ich wurde nicht privat abgeholt, sondern habe mir ein Taxi genommen und wollte dem Fahrer nicht sein Auto versauen Smile

Abends zu Hause war ich ein bißchen wackelig auf den Beinen, was aber nicht schlimm war und auch daran liegen könnte, dass ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatte. Schmerzen hatte ich keine, nur das Auslaufen der hellroten Flüssigkeit aus Hüfte und Bauch hat genervt, ließ sich aber mit außen auf das Mieder aufgeklebtem Verbandszeug, Unterlage im Bett/ auf dem Sofa/ auf dem Schreibtischstuhl in den Griff kriegen. Weil ich auf dem Rücken nicht schlafen konnte, habe ich mich nachts irgendwann vooooorsichtig auf die Seite gedreht und festgestellt: das geht problemlos.

Heute früh taten Bauch und Hüften ein bißchen weh, ich habe aber keine von den starken Ibuprofen genommen, die mir verschrieben wurden, sondern eine ganz "normale" Paracetamol. Die Unterlage im Bett ist durchgeweicht, aber das Auslaufen ist viel weniger geworden, ich klebe nichts mehr auf das Mieder, sondern habe ganz dünne Slipeinlagen unter das Mieder an die entsprechenden Stellen gesteckt. Meine Erfahrungen der Nacht: mir ist nie aufgefallen, wie niedrig mein Bett ist - ich bin kaum hochgekommen, um ins Bad zu gehen. Und offensichtlich verbringen meine beiden Katzen einen Großteil der Nacht damit, immer wieder über mich drüber zu laufen... Ansonsten geht es mir prima, zum Glück ist heute sowieso frei und ich schlunze in Jogginghose und T-Shirt zu Hause rum. Morgen will ich rausgehen und habe keine Zweifel, dass das problemlos gehen wird. Heute Abend werde ich duschen, darauf freue ich mich schon - das Mieder ist natürlich durch die auslaufende Flüssigkeit durchgeweicht worden.

Was den Erfolg der OP betrifft: abschließend kann (und soll!) man das frühestens nach sechs Monaten beurteilen. Ich merke aber deutlich, dass meine ausladenden Reiterhosen komplett weg sind - ich streife da oft in so einer typischen Handbewegung drüber und merke jedes Mal: da ist nichts mehr!! Im Bauchbereich fühlt sich alles durch das Mieder hindurch geschwollen und schwammig an, aber selbst damit sieht meine Silhouette schon viel besser aus als vorher. Die OP war trotz Tumeszenz-Lokalanästhesie problemlos auszuhalten - Zahnarzt ist schlimmer.

Liebe Combeautys, für mich waren in der Vorbereitungsphase auf die Fettabsaugung (ich habe ca. ein Jahr lang überlegt und geforscht) Erfahrungsberichte sehr wertvoll, deshalb hoffe ich, dass mein Bericht auch der/ dem einen oder anderen hilft. Falls es Fragen gibt: immer her damit. Ich habe natürlich eher das ausführlich dargestellt, was MIR wichtig war (..."wie viele Leute sind da eigentlich im OP, während ich da nackt liege...??"), aber keine Frage ist zu doof, um sie zu stellen Smile)

Liebe Grüße aus Berlin!

Jonaja
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Vielen Dank für den tollen Bericht.
Auch wenn für mich persönlich keine derartige op ansteht, finde ich es trotzdem sehr interessant zu lesen!
Ich denke für andere Frauen sind gerade die Sachen, die man sich vielleicht nicht traut zu fragen weil sie an sich "zu unbedeutend" sind, oder man sie schlichtweg vergisst, am interessantesten.

fee
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Vielen lieben Dank für diesen tollen und ausführlichen OP-Bericht über deine Fettabsaugung bei Dr. Simeonidou. Du hast alles so toll und informativ beschrieben, dass ich beim Lesen fast das Gefühl hatte, als wenn ich selber dabei gewesen wäre.

Nun wünsche ich dir einen guten und schnellen Heilungsverlauf und bald musst du bestimmt neue Klamotten in neuen Kleidergrößen shoppen gehen Wink

Liebe Grüße
Fee

combeautyteam
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Liebe Nebukadnezarin

auch wir möchten uns herzlich dafür bedanken, dass du einen so tollen und ausführlichen Erfahrungsbericht über deine Fettabsaugung bei Dr. Simeonidou geschrieben hast. Der Bericht ist bestimmt für viele, die auch mit dem Gedanken an eine mögliche Fettabsaugung spielen, sehr hilfreich. Wir haben deinen OP-Bericht hier Erfahrungsberichte Fettabsaugung verlinkt und wünschen dir einen guten und schnellen Heilungsverlauf ohne Komplikationen und ein tolles Ergebnis. 

 

Liebe Grüße
Dein Combeauty-Team

http://www.combeauty.com

blume22
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Danke für deinen superinteressanten Bericht. Ich finde es total toll, dass du so ausführlich dargestellt hast, was dir wichtig ist. Solche Gedanken wieviele Leute im OP sind, wenn ich nackt da liege, hätte ich nämlich auch.

Mich würde auch noch interessieren, ob das Auslaufen jetzt vorbei ist und wie lange es gedauert hat, und natürlich auch, wie es dir jetzt geht. Würde mich freuen, noch mal von dir zu lesen.

Evie
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Liebe Nebukadnezarin,

was für ein toller Bericht! Vielen Dank dafür. Da werden sich noch viele Leser dran erfreuen.

Ich selbst hatte auch eine Fettabsaugung an Unterbauch und Reiterhosen, allerdings unter Vollnarkose. Mir wurde bei deinem Bericht wieder klar, dass die Lokalanästhesie für mich persönlich nichts gewesen wäre. Ich bin ein großer Fan von Vollnarkose, einschlafen, den Arzt schuften lassen, gefühlte 5 Sekunden später aufwachen, fertig Tongue

Ich bin damals so gut wie gar nicht weiter ausgelaufen, da kam kaum Flüssigkeit. Ich vermute, bei dir wurde mehr Tumesenzflüssigkeit mit der Betäubung hinein gegeben.

Aber Muskelkater Schmerzen hatte ich die ersten Tage und war auch etwas berührungsempflindlich an den Stellen.

So, dein Mieder wird jetzt dein bester Freund Laughing out loud
Da hast du dir keine leichte Jahreszeit ausgesucht. Am besten du flüchtest in klimatisierte Räume.

Ich würde mich freuen, wenn du in den kommenden Tagen noch von deinem Heilungsverlauf berichtest. Laughing out loud

Nebukadnezarin
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Liebe Combeautys,

da bin ich wieder Smile Heute ist Tag 10 nach meiner Fettabsaugung und es geht mir prima, ich bin soooo froh, dass ich die OP habe machen lassen. Die Entscheidung war mir nicht leicht gefallen (zum einen finanziell, zum anderen, weil mir das ein bißchen wie "Betrügen" vorkam - das Fett absaugen lassen, statt weiter auf Sport/ Ernährungsumstellung zu vertrauen... Und außerdem müssen ja auch nicht alle Frauen schlank wie Models sein... Ihr kennt die Argumente sicher). Aber ich stelle fest: meine Motivation, weiterhin regelmäßig zum Sport zu gehen und auf meine Ernährung zu achten, ist durch diese OP eindeutig größer geworden.

So war die erste Woche nach meiner Fettabsaugung:

Das Auslaufen von Flüssigkeit war nach 24 Stunden komplett vorbei, obwohl vorher doch eine ganze Menge wieder rausgekommen ist. Interessanterweise nicht aus allen 10 Einstichstellen, sondern eigentlich nennenswert nur aus der rechten Hüfte und dem Oberbauch, da aber dann richtig.
Am Abend des 2. Tages habe ich geduscht, dabei das Mieder aber angelassen und nur vorne aufgemacht und runtergerollt, so dass ich es hinterher nicht wieder komplett neu anziehen musste - das habe ich mir nicht zugetraut. Ich hatte Handwaschmittel mit in der Dusche und habe das Mieder damit ausgewaschen, während die Haarkur eingewirkt hat, nach dem Duschen habe ich mich und das Mieder einfach an der Luft trocknen lassen (...was bei 30 Grad hier in Berlin ganz schnell ging und sogar angenehm war). Als ich dann am nächsten Morgen aufgestanden bin, war absolut nichts mehr ausgelaufen, die neu aufgeklebten Pflaster waren alle sauber, das Bett auch.

Genau eine Woche nach der OP hatte ich den 1. Kontrolltermin bei Dr. Simeonidou. Die Einstichstellen wurden kontrolliert, die Fäden, sofern sie sich noch nicht selbst aufgelöst hatten, gezogen, der Gesamteindruck überprüft und für gut befunden. Am Unterbauch/ im Leistenbereich und auf den Hüften habe ich Blutergüsse, die abgesaugten Areale sind zum Teil ein bißchen taub, zum Teil berührungsempfindlich, aber alles im Rahmen, keine wirklichen "Schmerzen". Halt wie berührungsempfindlicher Muskelkater. Oder ein großer blauer Fleck, den man nicht anfassen sollte, weil es dann ziept. Das Ergebnis ist auch schon deutlich sichtbar, obwohl alles noch geschwollen ist.

Was mir Sorgen gemacht hat, von der Ärztin aber als völlig normal eingestuft wurde: Ich habe unheimlich viel Wasser eingelagert. Man soll ja viel trinken nach der OP, habe ich auch gemacht (auch wegen des heißen Wetters) - aber davon sind nur minimale Mengen wieder rausgekommen, der Rest hat sich in meinem ganzen Körper, speziell in den Füßen und Unterschenkeln eingelagert. Das wird aber durch Bewegung besser.

Gestern war ich dann tatsächlich zum ersten Engermachen des Mieders in dem Sanitätshaus, wo ich es gekauft habe - unglaublich, das hätte ich noch vor einer Woche nicht für möglich gehalten, da bin ich kaum in die Originalgröße reingekommen...
Das Mieder ist für mich eine große Hilfe - einerseits sehe ich damit schon deutliche Erfolge, ich sehe SOOO viel schlanker und stromlinienförmiger damit aus!! Die Leute auf der Straße halten mich sicher für super eitel, weil ich in JEDES Schaufenster gucke und mich bewundere Smile Andererseits hält es natürlich die noch lose Haut über den abgesaugten Arealen an den Stellen fest, wo sie wieder anwachsen soll, speziell am Bauch merke ich diesen Effekt sehr deutlich. Wenn ich das Mieder zum Duschen ausziehe (...inzwischen kriege ich das hin), wasche und dann nach ca. einer halben Stunde wieder anziehe, hat der Bauch inzwischen seine Form verloren und sieht doch noch sehr wabbelig aus.

Den nächsten Kontrolltermin habe ich in drei Wochen, dann kann wohl auch das Mieder nochmal enger genäht werden. Meinen normalen Tagesablauf habe ich eigentlich schon an Tag 3 nach der OP wieder aufgenommen, nur Duschen dauert durch das Mieder etwas länger, morgens beim Aufstehen ziepen die Hüften und der Bauch noch etwas. Ansonsten erfreue ich mich einfach nur an meiner erschlankten Figur und all den Klamotten, die ich jetzt (wieder) tragen kann!

fee
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Vielen lieben Dank, dass du weiter so ausführlich berichtest. Das hört sich doch alles toll an und ich freue mich so riesig für dich, wie gut bei dir alles läuft und wie happy du jetzt schon mit dem Ergebnis bist. Und ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass sich die Haut vor allem am Bauch wieder gut zusammenzieht. Der Bauch war bei mir auch die Region, wo die Haut nach meiner Fettabsaugung am lockersten sass und ich war so froh, dass sich doch Haut doch wieder recht gut zusammengezogen hat.

Liebe Grüße
Fee

Evie
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Hallo Nebukadnezarin,

es ist schön zu verfolgen, wie es dir nach den ersten Tagen ergeht. So wie du alles schilderst, hört sich das ähnlich an, wie es mir ergangen ist.

Die Wassereinlagerungen sind nicht ungewöhnlich. Es dauert eine Weile bis deine Lymphen sich wieder eingespielt haben. Die Lymphbahnen sind nach dem "traumatischen" Eingriff beeinträchtigt und müssen sich wieder erholen.

Du kannst zur Unterstützung spezielle Lymphmassagen machen lassen. Das ist aber nicht zwingend erforderlich, würde den Prozess vermutlich positiv beschleunigen.

Auch die leicht tauben Stellen können ein paar Wochen anhalten.

Schön, dass du schon den Effekt erkennen kannst Laughing out loud

blume22
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Ich glaube, ich würde auch in jedes Schaufenster gucken, wenn ich so eine tolle stromlinienförmige Figur hätte. Smile

Das mit dem Engermachen von dem Mieder kann ich mir gar nicht so richtig vorstellen, wie das abläuft. Man hat doch nur eins, oder? Zieht man das Mieder dann vor Ort aus und es wird dann gleich direkt dort von jemandem enger genäht?

Nebukadnezarin
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Hallo blume22,

genau so ist es - in dem Sanitätshaus gibt es Umkleidekabinen, man zieht sich bis auf's Mieder aus, dann kommt die Schneiderin rein, macht ein paar Markierungen auf das Mieder und wartet dann vor der Tür, bis man es ausgezogen hat und rausreicht. Dann ca. 10 Minuten bereitliegende Zeitschriften durchblättern, sich selber im großen Spiegel bewundern und zack! wird das fertig verkleinerte Mieder wieder reingereicht. Die ganze Aktion hat nicht mal eine halbe Stunde gedauert.

blume22
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Danke für deine Antwort Smile Toller Service vom Sanitätshaus!

Dumdidum
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Meine liebe Nebukadnezarin

Wie geht es dir mittlerweile? Ich hoffe doch gutti:)

Ich möchte auch in die schlossklinik, deine Ärztin hat nen tollen Ruf, ist aber nun in Elternzeit Sad( tsoumpris hat keine guten Bewertungen. Bist du zufrieden?

Darf ich dich nach dem Preis fragen? Konnte dir leider nicht privat schreiben. Hab mich nur für dich registriert Smile

Nebukadnezarin
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Liebe Dumdidum,

prima geht's mir - ich bin echt so froh, dass ich das hab machen lassen. Alles ist super verheilt, es gab noch eine ganze Weile Dellen an den abgesaugten Arealen (speziell am Bauch, aber das war Ober- und Unterbauch, also ein großflächiger Bereich), die sind jetzt aber auch verschwunden. Mein neues Äußeres hat mich dazu motiviert, wieder regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen (...was mir vorher oft einfach wegen meinem Bauch/ meinen Hüften unangenehm war - da gibt's leider nur eine Gemeinschaftsdusche...). Insgesamt, also für alle 4 Areale (Ober-, Unterbauch, Reiterhosen, Hüften) habe ich 2400 Euro bezahlt, dazu kommt noch das Mieder für ca. 150 Euro (bei mir, das kann auch variieren) und ca. 25 Euro für die Medikamente zur Nachversorgung, die man mit Privatrezept in der Apotheke kauft.

Was die Bewertungen der Ärzte betrifft: Das muss man immer mit einem kritischen Auge lesen (...besonders, falls Du auf der Facebook-Seite von M1 in der geschlossenen Gruppe geguckt haben solltest). Ich persönlich finde Frau Dr. Simeonidou super nett und bin mit der Fettabsaugung sehr zufrieden, meine Augenlider hat sie aber z. B. nicht so toll hingekriegt, da war sie zu schnell, unkonzentriert und ich muss das nachoperieren lassen, es ist viel zu viel Haut übrig geblieben.
Die Fettabsaugung ist in der Schlossklinik eine Fließbandarbeit (...wie alles, was dort angeboten wird - daher halt auch die günstigen Preise, aber man muss schon gewisse Abstriche machen). Alle Ärzte der Schlossklinik gehen da nach dem selben Muster vor, es gibt keine persönlich auf dich zugeschnittenen Lösungen wie z. B. bei einem Facelift (...was ich genau deshalb dort NIEMALS machen lassen würde!) oder auch bei einer Brustvergrößerung. Das Fett wird gelöst und abgesaugt, Punkt. Deshalb findest du in besagtem Forum von M1 auf Facebook auch viele Diskussionen zu Brustvergrößerungen und Unterspritzungen aller Art, aber relativ wenig zu Fettabsaugungen. Das ist Handwerk, nicht die Kür Smile Was ich sagen will: Dr. Tsoumpris macht das vermutlich nicht besser oder schlechter als Frau Dr. Simeonidou, da würde ich mir keine Sorgen machen.

Frag gerne weiter, wenn Du Dir noch Gedanken machst!

Liebe Grüße von Nebukadnezarin

AlsterFlair
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Ein super aufschlussreicher Bericht, vielen Dank dafür !

Da ich mit der Bahn anreise, ist es der Flüssigkeit wegen wohl besser eine Hotelübernachtung einzuplanen, oder ?

VLG aus HH

Nebukadnezarin
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Hallo AlsterFlair,

so spontan würde ich sagen: ja. Das ist wohl bei jedem unterschiedlich, wie viel und wie lange noch Flüssigkeit austritt - aber es suppt in jedem Fall noch nach. Du bekommst nach der OP mehrere Unterlagen für's Bett mit, die Einstichstellen werden natürlich abgedeckt, aber vielleicht kannst Du Dir auch noch einen Vorrat saugender Einlagen/ Tücher deiner Wahl einpacken, falls es bei dir doll nachläuft und du dich dann wegen der Rückfahrt unwohl fühlst. Und zieh besser dunkle Klamotten an, auf denen man etwaige Flecken nicht so sieht.
Ich bin vormittags in Köpenick operiert worden und dann am späten Nachmittag mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Hause gefahren, das hat ca. 1,5 Stunden gedauert (....ich wohne im Süden Berlins Smile) und ging eigentlich ganz gut. Ich habe mich dezent auf die mitgegebene Unterlage gesetzt, zu Hause waren waren allerdings meine Klamotten über einigen Einstichstellen durchgeweicht. Zum Rumlaufen zu Hause habe ich dann Mikrofasertücher zwischen Einstichstellen und Mieder geschoben, bis nach 2 Tagen nichts mehr rauslief.

Viel Erfolg bei Deiner OP! Smile
LG aus Berlin von Nebukadnezarin

LisaD
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Auch ich habe mich an diesem sehr ausführlichen Bericht erfreut und ihn genau durchgelesen. Danke dafür, danke dass du deine Erfahrung teilst Smile

Ich bin ca 167 cm groß und wiege etwa 60 kg.
Ende Oktober werden Reiterhosen, innere Oberschenkel und Hüfte gesaugt.

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