Die neuesten Schuh-Trends von der gds 2015
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Die neuesten Schuh-Trends von der gds 2015

Mit ca. 900 Marken aus 38 Ländern hat die Schuhmesse gds es auch dieses Mal geschafft, das „Schaufenster der Branche“ zu sein. Die großen Hersteller und ihre Marken setzen im Frühjahr/Sommer 2016 weiterhin auf das Thema Sneaker, die sich zum Kassenschlager entwickelt haben: Casual Chic und Bequemlichkeit sind auf dem Vormarsch, wenn es um Schuhe für jeden Tag geht. 

Metallic-Effekte sind dabei nach wie vor sehr präsent, die Farbskala der Naturtöne scheint hier unendlich. Plateau, flachere Absätze und Wedges werden immer wieder neu interpretiert: mit Holz, Kork und Flechtelementen aus Jute à la Espadrilles. Weiße abgesetzte oder mehrfarbige Sohlen aus superleichtem Kunststoff sind ebenfalls oft zu sehen. Highlights bei den Kollektionen setzen Reptilleder-Imitationen, optisch gealtertes Leder und Prägungen.

Weit vorne in der Gunst der Designer stehen auch der Hippie-Look der 70er-Jahre, Leder in warmen Tönen sowie die klassischen Clogs aus Holz in frechen Farben, die mit Fell und ausgefallenen Mustern ein Revival feiern. Auch Mokassins, Espadrilles und Römersandalen werden nächsten Sommer ein wichtiges Modethema.

Eigens für die gds (Global Destination for Shoes and Accessories): Die Trend-Info der TextilWirtschaft „Feel Good“ fungiert samt seiner dazugehörigen Parameter von Helligkeit, Leichtigkeit und Weichheit weiterhin als essenzielle Botschaft für Frauen und Männer, was sich in anschmiegsamen Materialien wie Sweat und Jersey zeigt. Der etablierte Non-Colour-Look, Ton in Ton getragen, wird künftig von stärkeren Farbnuancen durchbrochen, die den gesamten Style ausdrucksstärker anmuten lassen.

Viele dieser zunehmend kräftigen Nuancen begründet der immer stärker werdende Seventies-Trend: Currytöne, natürliche Lederfarben oder dunkle Rot- und Gelbtöne gesellen sich zu Veloursledermodellen sowie Flecht- und Fransendetails, die allesamt ein vom Boho-, Hippie- und Festival inspiriertes Freiheitsgefühl hervorrufen.

Das stärkste und frischeste Farbthema präsentiert sich hingegen in Form eines Klassikers: Kornblumen-, Kobalt- und Royalblau sind „die deklarierten Basisfarben“ des kommenden Sommers, die sich, von maritimen Einflüssen gespeist, überaus stark und einen Hauch ironisch präsentieren.

Aber auch die Formen zeigen sich so präsent, laut und solide wie lange nicht mehr: Korrespondierend zu einer Reihe neuartiger, weiter Hosenschnitte wie der relaxten „Slouchy Pant“, dem gemäßigten Bootcut-Modell, der klassischen Wide-Leg und dem Überflieger schlechthin, den Culottes, kombiniert man nicht länger madamige Galanterie, welche die Weite auffängt, sondern setzt neben ausdrucksstark-klobigen Plateaus, Wedges und Keilabsätzen auf Sneaker-Modelle, die durch schwarze Schnürsenkel an neuem Drive gewinnen. Neuartige Espadrilles-Formen sowie komfortable Schlappen setzen dabei auf die „Kraft von unten“.

Auch die Männer trauen sich an vermeintliche Neuerungen heran. Neben dem etablierten Sneaker, der sich zunehmend anhand seiner Oberflächengestaltung abgrenzt, zieht die als Touristen-Uniform verschriene Trekking-Sandale in den Schuhschrank junger und modebewusster Männer ein, die sich im kommenden Sommer auch für ein ebenso stiefmütterlich behandeltes Modell interessieren: den Mokassin, der keineswegs arriviert, sondern ultrafrisch und stilvoll daherkommt.

An zusätzlicher Aufmerksamkeit gewinnen auch Boots mit extravaganten Cowboy-Details, während sie in der Frauen-Schuhmode in der kommenden Saison eine deutlich kleinere Rolle spielen werden als bisher. 

Klassische Schnürer werden robuster, markanter, leicht abgerundet und dadurch männlicher. Insgesamt zeigt sich das Schuhwerk sowohl entspannter als auch mutiger, mit deutlicher Feel-Good-Attitüde.

Quelle: fashionpress


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