Fit und gesund bleiben bis ins hohe Alter
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Fit und gesund bleiben bis ins hohe Alter

In der heutigen Gesellschaft können wir uns dank der verbesserten medizinischen Versorgung auf ein langes Leben freuen: Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt bei Frauen etwa 81,6 Jahre, bei Männern sind es 76 Jahre. Doch die Lebensdauer allein ist noch kein Garant für einen erfüllten Lebensabend. Wie man bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben kann, fassen wir hier zusammen.

Es lebe die Langlebigkeit!

Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Hundertjährigen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt: Leben heute etwa 14.000 Menschen im dreistelligen Lebensalter in Deutschland, waren es einige Jahre zuvor noch 6.000. Untersuchungen zufolge ist die Lebenswertung in Süddeutschland am höchsten.

Eine Studie der Universität Heidelberg ergab außerdem, dass sich die heutigen sog. Centenarians trotz einiger Wehwehchen dennoch geistig und körperlich fit fühlen und sogar in der Lage sind, vergleichsweise selbständig zu leben. Die Mehrheit von ihnen denkt trotz ihrer Betagtheit nicht an den eigenen Tod.
 
Herzangelegenheiten

Obwohl die Lebenserwartung in den vergangenen Jahren gestiegen ist, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor die häufigste Todesursache. Sie betreffen mit 80 % der Todesfälle zunehmend ältere Menschen. Auch altersbedingte Krankheiten wie Alzheimer und Krebs nehmen immer mehr zu.

Eine der wichtigsten altersassoziierten Erscheinungen ist der Herzinfarkt. Dabei lösen sich Ablagerungen in den Wänden der Arterien und es entsteht ein Gerinnsel, das das Blutgefäß vollständig verstopfen kann. Um einen Herzinfarkt vorzubeugen, sollte man die Risikofaktoren dafür so schnell wie möglich abbauen und einen bewussten Lebensstil verfolgen.

Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt wie etwa Insulinsensitivität, Cholesterinwerte und Bluthochdruck, reduzieren. Ein täglicher Spaziergang von 20 Minuten senkt zudem das Schlaganfallrisiko bei Menschen zwischen 60 und 80 Jahren um 8 %.
 
 
Die üblichen Verdächtigen

Mit dem Älterwerden verändern sich viele Abläufe im Körper. So nimmt im Alter allmählich auch die Muskelkraft nach, die Knochen werden brüchiger, Sinnesfähigkeiten wie Sehen und Hören nehmen ab und auch der Stoffwechsel verändert sich.

Oft sind es aber die Gelenke, die Probleme machen. Mehr als 80 % der 70-Jährigen leiden unter arthrotischen Gelenkveränderungen, bei denen es zum Abbau von Knorpelmasse kommt. Hier können physikalische Therapien wie Krankengymnastik oder Wärmeanwendungen, eine Ernährungsumstellung, Bewegung oder eine medikamentöse Behandlung helfen.
 
Keinen Appetit?

Häufig sind ältere Personen nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt, weil mit den steigenden Lebensjahren der Appetit nachlässt und sich das Geschmacksempfinden verändern kann. Mediziner sprechen von einer quantitativen Mangelernährung, bei der insgesamt zu wenig gegessen wird, und einer qualitativen Mangelernährung, bei der bestimmte Nährstoffe in einer unzureichenden Menge aufgenommen werden.

Älteren Menschen fehlt es oft an Vitamin D, Folsäure und Jod. Auf ihrem Speiseplan sollten neben viel Obst und Gemüse auch reichlich Getreideprodukte stehen sowie viele ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen oder Fisch stehen. Defizite lassen sich z. B. mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen. Zudem müssen Senioren auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, da sie häufig aufgrund eines reduzierten Durstgefühls oder der Angst, nachts zur Toilette zu müssen, weniger trinken.
 
Dem Gehirn Beine machen – beim Gehirnjogging

Das sog. Gehirnjogging macht nicht nur Spaß, sondern hält auch die geistige Leistungsfähigkeit aufrecht. Wer regelmäßig geistig aktiv ist und z. B. Kreuzworträtsel oder Rechenaufgaben löst, kann Gedächtnis und Denkvermögen bis ins hohe Alter erhalten. Es fördert Konzentration und Kurzeitgedächtnis, steigert die Lern- und Merkfähigkeit, stärkt außerdem das Selbstbewusstsein und schenkt neuen Lebensmut.
 
Gute Nacht?

Auch das Schlafverhalten verändert sich im Alter. So gehen ältere Menschen früher zu Bett, um sieben bis acht Stunden später, oft gegen 3 oder 4 Uhr morgens, aufzuwachen. Einer Studie zufolge leidet über die Hälfte der 65-jährigen und älteren Personen gelegentlich oder regelmäßig an gestörtem Schlaf. Die meisten Beschwerden entstehen durch Ein- und Durchschlafstörungen.

Die Einhaltung der Schlafhygiene ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen bei Schlafstörungen: Dazu zählt neben einer ruhigen Schlafumgebung auch die optimale Schlafzimmertemperatur zwischen von etwa 17 Grad. Vor dem Schlafen kann man eine Tasse Tee mit Honig zu sich nehmen. Wer zudem einen aktiven und regelmäßigen Tagesablauf verfolgt, findet nachts einen erholsamen Schlaf.

Textquelle: medicalpress, Bildquelle: ©Thinkstock/Cystorenal-Forschung