Gefälschte Kosmetik gekauft? Arbeitsplätze vernichtet!
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Gefälschte Kosmetik gekauft? Arbeitsplätze vernichtet!

Die vom Bundesministerium der Finanzen im Rahmen der Zollstatistik 2014 bekannt gegebenen Zahlen zur Produkt- und Markenpiraterie zeigen für die Kosmetikbranche erneut alarmierende Werte.

Im vergangenen Jahr wurden Körperpflegeprodukte im Wert von 22,65 Mio. Euro sichergestellt. Die Anzahl beschlagnahmter Waren stieg um 54 Prozent von 1.024.840 auf 1.579.418 Stück. 46,9 Prozent der gefälschten Waren kommen aus China, gefolgt von Hongkong mit 28,2 Prozent.

„Die dramatisch hohen Beschlagnahmezahlen sehen wir mit sehr gemischten Gefühlen. Einerseits belegen sie die effektive Zusammenarbeit von Zoll und Industrie bei der Verfolgung der Markenpiraten, andererseits wird deutlich, dass Produktpiraterie als Teil der organisierten Kriminalität immer attraktiver wird, weil sie schnelles Geld ermöglicht. Fälscher scheren sich dabei weder um menschenwürdige Arbeitsbedingungen noch verwendungssichere Endprodukte“, sagt Martin Ruppmann, Geschäftsführer VKE-Kosmetikverband.

Um diesen Machenschaften die Stirn zu bieten, investieren gerade die Unternehmen des selektiven Kosmetikvertriebs jedes Jahr Millionen in die Bekämpfung der Aktivitäten der Fälschungsindustrie.

„Es geht hier auch darum, erheblichen Umsatzeinbußen und damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten in der Industrie, beim Fachhandel und den Zulieferbetrieben entgegenzuwirken. Die Schätzung liegt bei europaweit 50.000 Stellen“, erklärt Martin Ruppmann weiter.

Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang der deutliche Anstieg von Produktaufgriffen im Postverkehr um knapp 10 Prozent. Gefälschte Kosmetikprodukte werden besonders gerne über das Internet direkt an die Konsumenten verkauft und verschickt. Die Verkaufsplattformen und Marktplätze verdienen zwar daran, entziehen sich aber bislang weitgehend ihrer Verantwortung. Dies gilt es durch entsprechende rechtliche Vorgaben zu ändern.

Der VKE-Kosmetikverband warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren, die den Konsumenten beim Kauf gefälschter Ware - gerade beim Online-Kauf - drohen und weist erneut auf das Siegel „Autorisierter Online-Händler“ hin. Seit Ende 2013 können autorisierte Vertragshändler der VKE-Mitgliedsunternehmen ihre Onlineshops über ein eingetragenes Siegel auf der Startseite kennzeichnen. Mit dieser Initiative zur positiven Kennzeichnung von Internet-Geschäften erhalten die Kunden die Sicherheit, dass es sich um einen seriösen Onlineshop handelt, der auf vertraglicher Basis qualitativ einwandfreie und sichere Originalprodukte verkauft. Mittlerweile haben sich mehr als 500 Shops dieser Verbraucherschutzinitiative angeschlossen.

(Text: beautypress, Bild: Thomas Meinert / pixelio.de)


Kommentare:

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Interessanter Artikel

Sehr interessanter Artikel. Ich kannte das Siegel bisher nicht, werde in Zukunft aber mal genauer darauf achten.