Krebs durch Brustimplantate
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Krebs durch Brustimplantate?

Nachdem die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA schon im Jahr 2011 auf ein geringfügig erhöhtes Krebs-Risiko für Frauen mit Brustimplantaten hingewiesen hatte, schlägt nun auch das französische Gesundheitsministerium Alarm.

Nach aktuellen Meldungen der französischen Gesundheitsbehörde ANSM (Agence nationale de sécurité du médicament et des produits de santé, Nationale Agentur für die  Sicherheit von Medikamenten und Gesundheitsprodukten) soll es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und einer speziellen Form des Lymphdrüsenkrebses ALCL geben.

Dem deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM liegen nach eigenen Aussagen keine Meldungen zu Verdachtsfällen von ALCL im Zusammenhang mit Brustimplantaten vor. Das BfArM steht zu diesem Thema aber im engen Austausch mit der französischen Gesundheitsbehörde und anderen Gesundheitsbehörden in Europa.

Danach sollen die Hälfte aller in Europa durch Brustimplantate verursachten anaplastischen, großzelligen Non-Hodgkin-Lymphom Fälle (ALCL) in Frankreich aufgetreten sein. In Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern sind bisher keine entsprechenden Meldungen bekannt geworden.

Trotzdem hat das BfArM den Herstellern von Brustimplantaten bereits nach den ersten Meldungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde im Jahr 2011 empfohlen, in den Gebrauchsinformationen für Brustimplantate auf einen möglichen Zusammenhangs zwischen Brustimplantaten und ALCL hinzuweisen.

Außerdem sollten Patientinnen, die sich wegen einer möglichen Krebserkrankung im Zusammenhang mit Brustimplantaten unsicher sind, an ihren Arzt oder ihre Klinik wenden. Das BfArM fordert alle Ärztinnen und Ärzte in nochmals auf, ihrer Meldeverpflichtung nachzukommen und sich bei Verdachtsfällen an das BfArM zu wenden.

Doch was bedeutet das für die Frauen, die bereits Brustimplantate tragen? Die Wahrscheinlichkeit aufgrund der Brustimplantate an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken, wird vom deutschen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte aktuell als äußerst gering eingeschätzt.

Bei weltweit ca. fünf bis zehn Millionen Frauen mit Brustimplantaten seien bisher nur 60 damit zusammenhängende ALCL Fälle bekannt geworden. Die aktuellen Meldungen der französischen Gesundheitsbehörde sollten also kein Grund zur übertriebenen Panik sein.

Sobald weitere Informationen dazu veröffentlicht werden, wird das combeauty-Team Euch darüber auf dem Laufenden halten.

                                                                                          

Weitere allgemeine Informationen zum Thema Brustimplantate findet Ihr bei combeauty auch noch hier: Wissenswertes über Brustimplantate