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Aka
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Wann bezahlt die Krankenkasse eine Bauchdeckenstraffung?

Ich bin ziemlich traurig, dass mein Bauch nach drei geborenen Kindern so ausgeleiert aussieht und dass ich mir das Geld für eine Bauchdeckenstraffung nicht leisten kann. Als ich deshalb neulich bei meiner Freundin rumgeheult habe, meine sie, ich solle es doch mal über die Krankenkasse versuchen. Die würden das manchmal bezahlen. Könnt ihr mir helfen und mir sagen, wann die Krankenkasse die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung übernimmt und was ich dafür tun müßte?

fee
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Hallo Aka, es tut mir leid, dass du so traurig bist. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankenkasse die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung übernimmt, ist leider nur sehr gering. Schau doch dazu bitte auch mal hier, da ist das noch genauer erklärt:

http://www.combeauty.com/combeauty-wissen/plastische-chirurgie/bauchstraffung

Ich kopiere hier mal den relevanten Teil der Information 'rein:

"Eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist nur in sehr wenigen Fällen möglich. Handelt es sich um eine rein kosmetische Operation, zahlt die Krankenkasse die Operationskosten nicht. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist eine medizinische Indikation wie z.B. das Auftreten von Infektonen oder Pilzbefall in den Hautfalten der überhängenden Haut. Allerdings ist auch in solchen Fällen eine Kostenübernahme nicht immer garantiert. Im Einzelfall wird die Entscheidung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) getroffen."

Liebe Grüße
Fee

Aka
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Mit Pilzbefall kann ich leider nicht dienen. Durch die Schwangerschaften und Geburten ist nur alles ausgeleiert und macht so eine Falte über die der Bauch rüberhängt. Hört sich aber nicht so an, als ob ich eine Chance hätte. Vom MDK habe ich bisher noch nie gehört. Was ist denn das genau?

Lou
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Aka schrieb:

Vom MDK habe ich bisher noch nie gehört. Was ist denn das genau?

Wie Fee schon geschrieben hat, steht die Abkürzung MDK für "Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen". Ich kopier dir hier mal, was Wikipedia zum MDK schreibt:

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der medizinische, zahnmedizinische und pflegerische Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland.

Er ist regional tätig, in der Regel jeweils in einem Bundesland, aber auch bundeslandübergreifend (bspw. MDK Nord in Schleswig-Holstein und Hamburg, MDK Berlin-Brandenburg in Berlin und Brandenburg). Darüber hinaus berät er die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in System- und Versorgungsfragen, indem er dem GKV-Spitzenverband im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zuarbeitet. Zur Bearbeitung von Grundsätzen der Begutachtung und Beratung zur Sicherstellung einer bundeseinheitlichen Begutachtungspraxis der Medizinischen Dienste sowie zur Systemberatung der GKV auf Bundesebene wurden verschiedene Kompetenz-Zentren (Kompetenz-Centrum für Psychiatrie und Psychotherapie (KCPP), für Onkologie (KCO), für Geriatrie (KCG) und für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement (KCQ)) eingerichtet. Zusätzlich gibt es sechs länderübergreifend arbeitende sozialmedizinische Expertengruppen (SEG) der MDK-Gemeinschaft.

Der MDK hat die Aufgabe, die medizinischen und pflegerischen Fragestellungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen sowie deren Landesorganisationen sozialmedizinisch zu beantworten, damit von diesen eine leistungsrechtliche Entscheidung getroffen werden kann. Die Kranken- und Pflegekassen sind gesetzlich verpflichtet, den MDK bei wichtigen Leistungsentscheidungen mit Begutachtungen zu beauftragen. Eine Vorlage beim MDK durch die Krankenkasse erfolgt, wenn es nach Art, Schwere, Dauer und Häufigkeit der Erkrankung oder Behinderung erforderlich ist oder die gesetzlichen Bestimmungen des SGB, insbesondere des SGB V, SGB IX und SGB XI eine Begutachtung oder Beratung vorschreiben.

Der MDK soll als sozialmedizinisches Beratungsorgan der Kranken- und Pflegekassen medizinischen Sachverstand in das System einbringen und gleichzeitig sicherstellen, dass alle Versicherten der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen bei bestimmten Leistungsfällen medizinisch neutral und nach gleichen Kriterien beurteilt werden (Gleichbehandlungsgrundsatz). Der Gesetzgeber hat auf eine Einzelvergütung von Empfehlungen zu leistungsrechtlichen Entscheidungen der Krankenkasse verzichtet. Der MDK wird durch eine Umlage aller Krankenkassen im Land finanziert, die sich durch die Anzahl der Mitglieder einer Krankenkasse in dem Land errechnet. Damit ist der Medizinische Dienst der Krankenversicherung dem Wettbewerb der einzelnen Krankenkassen(-arten) entzogen.

Auf Bundesebene koordiniert und unterstützt der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) die Aktivitäten der Medizinischen Dienste. Der MDS koordiniert die Systemberatung der Medizinischen Dienste für den GKV-Spitzenverband, koordiniert die Kompetenz-Centren und Sozialmedizinischen Expertengruppen (SEG) und berät die Bundesorganisationen der Krankenkassenverbände. Der MDS fördert die Umsetzung von beschlossenen Richtlinien über die Zusammenarbeit zwischen Kassen und den Medizinischen Diensten.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Medizinischer_Dienst_der_Krankenversicherung

Aka
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Sehr interessant. Danke Lou Smile

Lou
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Aka schrieb:

Sehr interessant. Danke Lou Smile

Gern geschehen Smile

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