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Lou
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Was passiert, wenn es nach der Bauchdeckenstraffung Komplikationen gibt?

Hallo ihr Lieben,

vor ein paar Tagen habe ich einer Freundin von mir gestanden, dass ich über eine Bauchdeckenstraffung nachdenke. Sie ist dann total ausgeflippt. Wegen der Risiken und dass es ganz viele Komplikationen bei Bauchdeckenstraffung gibt. Und dass ich mich damit nicht nur gesundheitlich sondern auch finanziell ruinieren könnte. Sie meinte, dass schlimme Komplikationen lange Krankenhausaufenthalte nach sich ziehen können, und dass ich die dann alle selbst zahlen muss und dabei arm werden würde. Darüber hatte ich bisher so genau noch gar nicht nachgedacht. Aber jetzt bin ich ins Grübeln gekommen. Wie ist das denn bei Komplikationen? Die Krankenkasse zahlt das doch nicht, oder? Und der Plastische Chirurg wird ja auch nicht dafür zahlen wollen. Gibt es dafür nicht irgendwelche Zusatzversicherungen, die man abschließen kann?

LG
Lou

Dany
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Hallo Lou,

ich habe mir damals dieselben Gedanken gemacht. Mein erstes Beratungsgespräch war nicht so gut gelaufen und eine Freundin hat mich auch darauf hingewiesen und mir zugesprochen ein 2. Beratungsgespräch zu machen, in dem Fall bei Dr. Bachtiari.

Ich schreibe das jetzt nur, weil mir nach dem 2. Beratungsgespräch klar geworden ist, dass die Wahl des Arztes schon mal das größte Risiko von Komplikationen ausschaltet. Ich würde bei einem solchen Eingriff z.B. nicht ins Ausland gehen, weil die Nachsorge vor Ort wichtig ist. Wäre es bei meiner Nachsorgezeit zu Komplikationen gekommen, wäre das im Preis inbegriffen gewesen. Ausserdem habe ich einen Arzt gewählt, der große Erfahrungen hat. Die beiden Beratungsgespräche kann man gar nicht vergleichen, so unterschiedlich waren sie qualitativ.

Aber ich habe gehört, dass es auch Versicherung speziell für solche Fälle geben soll, habe mich aber nicht so damit befasst, damals.

Und sollte man wegen schwerer Komplikationen ins Krankenhaus kommen, muss die Krankenkasse zumindest den Teil bezahlen, der erforderlich ist, damit dein Leben nicht gefährdet ist, z.B. eine Sepsis

Es wird immer Menschen im Umfeld geben, die einem abraten. Zum einen machen sie sich Sorgen oder haben ganz klare ethische Vorstellungen.

Lou
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Hallo liebe Dany,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Es tut so gut zu lesen, dass es nicht nur mir so ergeht und dass du nachvollziehen kannst, wie ich mich jetzt fühle, was ich erlebe und worüber ich mir Gedanken mache. Das hilft mir wirklich sehr.

Wenn ich doch nur wüsste, dass bei mir auch alles so gut laufen würde wie bei dir!

Dass bei dir im Preis auch die Behandlung von eventuellen Komplikationen enthalten gewesen war, klingt ja sehr ungewöhnlich aber auch sehr beruhigend. Hast du dir das schriftlich im Vertrag bestätigen lassen oder basierte das nur auf mündlicher Zusage von Dr. Bachtiari und dein Vertrauen in ihn?

LG
Lou

fee
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Hallo Lou,

nach einer Bauchdeckenstraffung kann es ja verschiedene Arten bzw. viele Eskalationsstufen von Komplikationen geben. In hoffentlich den meisten Fällen kann der Plastische Chirurg, der die OP durchgeführt hat, die Komplikation behandeln. Dann hilft es, für solche Fälle vorher eine Vereinbarung mit dem Plastischen Chirurgen zu treffen, der die Operation durchführen wird.

In einigen Fällen, wenn es zu schweren medizinischen Komplikationen kommt, ist aber eine medizinische Behandlung notwendig, die der Plastische Chirurg nicht durchführen kann.

In solchen medizinischen Notfällen zahlt die Krankenkasse meines Wissens sogar dann, wenn es sich um die Folge einer Schönheitsoperation handelt. Allerdings ist die Krankenkasse berechtigt oder sogar verpflichtet, den Patienten in einem angemessenen Anteil an den Kosten zu beteiligen. Um diesen Eigenanteil nicht zahlen zu müssen, könnte man vor der Operation eine sogenannte Folgekostenversicherung abschließen.

Liebe Grüße
Fee

Mein Blog für Living, Lifestyle, Kosmetik & Reisen http://infarbe.blog/ Meine Beauty-Community http://www.combeauty.com

Lou
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Hallo Fee,

vielen Dank auch an dich für deine Antwort. Weisst du vielleicht auch, wie hoch der "angemessene Anteil an den Kosten" ist, an dem man die Krankenkassen die Patienten beteiligen können?

LG
Lou

Aka
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Oh, darüber habe ich ja noch gar nicht nachgedacht. Wenn ich mir das so durchlese, wird mir ganz mulmig, und mein Traum rückt in immer weitere Ferne Sad

Lou schrieb:

Weisst du vielleicht auch, wie hoch der "angemessene Anteil an den Kosten" ist, an dem man die Krankenkassen die Patienten beteiligen können?

Das würde mich auch interessieren.

fee
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Aka schrieb:

Lou schrieb:

Weisst du vielleicht auch, wie hoch der "angemessene Anteil an den Kosten" ist, an dem man die Krankenkassen die Patienten beteiligen können?

Das würde mich auch interessieren.

Ich glaube, das ist gar nicht ganz exakt festgelegt. Hier habe ich zu dem Thema, was bei Komplikationen nach einer Schönheitsoperation passiert und inwiefern die Krankenkasse die Kosten für die dann notwendigen Behandlungen und Eingriffe übernimmt (und auch ob eine Krankschreibung dann zulässig ist) einen interessanten Artikel gefunden:

http://www.allgemeinarzt-online.de/a/1700715

Zur Höhe der Beteiligung der Krankenkassen steht dort:

" Für die Krankenkasse besteht nur die Möglichkeit, den Versicherten an den Behandlungskosten angemessen zu beteiligen – was sie nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles zu entscheiden hat."

Liebe Grüße
Fee

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Aka
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So richtig aussagekräftig ist das ja nicht. Trotzdem danke, dass du das herausgefunden hast liebe Fee. Ich würde aber wirklich gern mal wissen, ob oder wie viel jemand mit Komplikationen nach einer Schönheits-OP an die Krankenkasse bezahlen musste. Vielleicht meldet sich ja mal jemand, der das schon erlebt hat?

Lou
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fee schrieb:

" Für die Krankenkasse besteht nur die Möglichkeit, den Versicherten an den Behandlungskosten angemessen zu beteiligen – was sie nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles zu entscheiden hat."

Von mir auch danke für die Info. Ich könnte mir vorstellen, dass bei der Berücksichtigung der Umstände vielleicht auch die finanzielle Situation eine Rolle spielt. Jemand der besser verdient muss vielleicht mehr dazu zahlen als jemand der nicht so viel Geld hat. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung.

fee
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Das könnte ich mir auch vorstellen. Aber ich weiss es leider auch nicht.

Liebe Grüße
Fee

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