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diefrau
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Wie lange halten Brustimplantate mit lebenslanger Garantie wirklich?

Liebe Experten,

können Sie mir aufgrund Ihrer Erfahrungen etwas dazu sagen, wie lange Silikonimplantate mit lebenslanger Garantie wirklich halten? Ich habe gelesen, dass die lebenslängliche Garantie der Hersteller in Wirklichkeit gar keine richtige Garantie ist und dass es sein kann, dass man die Implantate trotzdem nach 10 oder 15 Jahren wechseln muss. Für eine Antwort von Ihnen wäre ich sehr dankbar.

Viele liebe Grüße
diefrau

Dr. Steinmetz
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Liebe diefrau,

das ist in der Tat eine gute Frage, die man so pauschal gar nicht beantworten kann.

Je nach Hersteller, bedeutet die Garantie durchaus auf unbeschränkte Zeit, dass im Falle eines Defektes eines Implantats die Herstellerfirma kostenlos neue Implantate zur Verfügung stellt oder sogar die ganze Operation zum Austausch zahlt. Prinzipiell können qualitativ hochwertige Implantate durchaus ein Leben lang halten, aber wir alle wissen, dass Materialien, die ständiger Belastung ausgesetzt sind nicht ewig halten. Je nach Typ der Impalantate gibt es eine mehr oder weniger starke Faltenbildung (was auch gewollt ist, da es sonst zu "prall" wäre) bei Bewegung der Brust. Dadurch kommt es zusätzlich zu der reinen Druckbelastung auch zu gewissen Reibungseffekten. Materialwissenschaftler, die sich mit dem Thema beschäftigen sagen z.T. "inoffiziell", dass sie von einer signifikant gesteigerten Gefahr einer Hüllenruptur nach ca. 20 bis 25 Jahren ausgehen, je nachdem, wie stark die Implantate im Einzelfall belastet wurden.
Nun ist so eine Hüllenruptur nichts gefährliches und ein Implantat mit moderner Gel-Füllung lässt sich auch dann noch problemlos wechseln. Trotzdem - wer will schon in so eine Zwangslage kommen? Deshalb empfehle ich persönlich meinen Patientinnen (und zwar noch bevor sie sich operieren lassen!) einen Implantatwechsel nach 15 bis 20 Jahren ins Auge zu fassen, nur um auf der sicheren Seite zu sein. Wie gesagt es ist eine EMPFEHLUNG und keine Notwendigkeit!

Meiner Erfahrung nach, kommen sowieso viele Frauen, die sich in jüngeren Jahren Implantate haben einsetzen lassen, nach 12 bis 15 Jahren und wollen die Implantate allein aus Gründen der Form und Größe ausgetauscht haben, da sich ihr Körper aufgrund von Schwangerschaften und / oder Gewichtsveränderungen verändert hat und die Brust, die 12 Jahre vorher gut zum Gesamtbild des Körpers passte nicht mehr so gut dazu passt.
In diesem Rahmen habe ich durchaus auch Implantate ausgetauscht, die schon 20 Jahre bestanden und fast wie neu aussahen.

Man sollte sich aus diesem Grund jedenfalls keine zu grossen Sorgen machen und ggf. nur deswegen von einer Operation absehen.

Alles, was ich geschrieben habe gilt für Implantate mit Silicon-Gel Füllung. Mit Kochsalzlösung gefüllte Implantate sollte man in jedem Fall nach spätestens 10 Jahren austauschen, aber solche Implantate spielen zumindest in Mitteleuropa eigentlich keine Rolle mehr.

Ich hoffe das hat Ihnen etwas weitergeholfen!

Mit besten Grüssen

Dr. med. Wolf-Gunter Steinmetz
www.dr-steinmetz.net

Viele Grüsse
Dr. Wolf-Gunter Steinmetz
www.aesthetik-am-ringpark.de

Pullmann
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Liebe diefrau,

zum Einstieg vielleicht erst einmal ein Artikel aus der Welt vom 13.01.2012 von Gesche Wupper. Die Autorin berichtet wirklich Wissenswertes rund um die "Implantate".

Mit besten Grüßen

Dr. Pullmann

nachzulesen unter
http://www.welt.de/wirtschaft/article13813826/Das-Geschaeft-mit-den-falschen-Bruesten.html

"Das Geschäft mit den falschen Brüsten
Etwa zehn Millionen Frauen sollen Brustimplantate besitzen. Nach geplatzten Kissen fordern Chirurgen schärfere Kontrollen.

Schuld waren die Rosen. Auf jede Brust hatte sie sich eine tätowieren lassen – ihrem Freund zu Liebe. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Denn als sie sich von ihm trennte, schämte sich Timmie Jean Lindsay für die Tätowierung und ließ sie in einer Klinik wieder entfernen.

Zu ihrer Überraschung machten ihr die Ärzte dann bei der Nachuntersuchung ein Angebot für ein Problem, das sie eigentlich gar nicht hatte: Sie könne an einem neuen Testprogramm teilnehmen, erklärten sie der 30 Jahre alten Fabrikarbeiterin aus Texas.

"Vielleicht hatten sie angefangen, etwas zu hängen", sagt Lindsay. "Aber es waren nicht meine Brüste, die mich störten. Es waren meine Ohren." Wenn sie die auch richten würden, sei sie bereit, sich der Operation zu unterziehen. Die beiden Ärzte willigten ein – und so wurde Lindsay zur ersten Frau der Welt mit Brustimplantaten aus Silikon.

Das war 1962. Seitdem haben sich weltweit schätzungsweise fünf bis zehn Millionen Frauen Implantate einsetzen lassen, vor allem die mit Silikongel gefüllten, da diese nicht nur natürlicher aussehen, sondern sich auch so anfühlen. In vielen Ländern wie Deutschland, Großbritannien und den USA sind Brustvergrößerungen mittlerweile die am häufigsten durchgeführte Schönheitsoperation.
So lassen sich allein in der Bundesrepublik jedes Jahr 25.000 Frauen den Busen vergrößern, schätzt die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen. Der von wenigen Herstellern dominierte, rund 700 Millionen Euro schwere Markt für Brustimplantate boomt. Noch, denn inzwischen sorgt der Skandal um die minderwertigen Produkte der französischen Firma PIP (Poly Implants Prothèse) weltweit für Schrecken.
Das 2010 liquidierte Unternehmen hatte seine Implantate nicht mit dem dafür vorgesehenen medizinischen Silikongel gefüllt, sondern stattdessen eine zehn Mal billigere Silikonmischung aus eigentlich für die Industrie bestimmten Zutaten verwendet. Mit fatalen Folgen, da die auch von Rosil aus den Niederlanden vertriebenen PIP-Implantate dadurch leichter reißen und das Silikongel zudem ausgeschwitzt wird.

Sie stehen deshalb in Verdacht, Krebs auslösen zu können. Doch es ist nicht das erste Mal, dass Zweifel an der Harmlosigkeit der Silikon-Implantate herrscht, die weltweit von gerade mal zwölf Herstellern angeboten werden. Die verschwiegene Branche muss nun erneut um ihren guten Ruf bangen.

Der hatte bereits in den 90er Jahren gelitten. Damals hatte die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) Silikonimplantate verboten, da sie in Verdacht standen, leicht zu reißen und Bindegewebserkrankungen auszulösen.

Sammelklage gegen US-Hersteller

Tausende Frauen reichten deshalb eine Sammelklage gegen die Hersteller, darunter Dow Corning und McGhan Medical, damals im Besitz von 3M, gehörten. Nachdem sie zu Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt wurden, richteten sie einen Hilfsfonds ein. Doch den betroffenen Frauen nützte das wenig, da Dow Corning, eine Tochter von Dow Chemicals, Konkurs anmeldete.

3M wiederum verkaufte McGhan Medical weiter an die Firma Inamed, die mittlerweile von Allergan übernommen wurde und heute zusammen mit der Johnson & Johnson-Tochter Mentor der größte Hersteller von Silikon-Implantaten weltweit ist. Beide Unternehmen sind auch in Deutschland führend. Die Allergan-Brustimplantate kamen 2010 weltweit auf einen Jahresumsatz von 319,1 Millionen Dollar (248,88 Millionen Euro). Dagegen gibt Johnson &Johnson keine gesonderten Zahlen für Mentor bekannt.

Während Silikonkissen in Europa auch nach dem FDA-Verbot weiter zugelassen waren, wurden in den USA nach dem Silikonkissen-Verbot vor allem Implantate mit einer Kochsalzlösung verwendet, auch solche der Skandalfirma PIP. Die amerikanische Aufsichtsbehörde verbot die PIP-Kochsalzimplantate jedoch im Jahr 2000, da sie öfter rissen als andere.

Gepanschte Füllung

Nach einem Besuch im südfranzösischen Werk von PIP , warnte sie, die Füllung sei gepanscht. Dagegen hob die FDA 2006 das Verbot für Silikon-Brustimplantate in den USA wieder auf und erteilte Allergan und Mentor die Zulassung. Allerdings erhielten beide Hersteller die Auflage, 40.000 Patientinnen für Langzeitstudien zehn Jahre lang auf Folgewirkungen hin zu beobachten.

Frauenverbände forderten letztes Jahr vergeblich, die Mentor-Implantate wieder vom Markt zu nehmen, da der Hersteller ihrer Meinung nach nicht genügend Langzeit-Daten zu möglichen Nebenwirkungen bereitstellt.

Dennoch erwartet Allergan-Chef David Pyott jetzt, dass Johnson & Johnson und sein Konzern von dem PIP-Skandal profitieren und mehr Implantate in Europa verkaufen werden. Bisher kämen sie auf einen Marktanteil von Zweidrittel, erklärte er. "Die FDA genießt in Europa hohes Ansehen und die beiden einzigen Unternehmen, die in den USA Implantate verkaufen, sind Allergan und Johnson & Johnson. Ich denke, wir werden einige Veränderungen bei den Marktanteilen in Europa sehen."

Export bricht weg

Der Skandal um PIP dürfte aber auch außerhalb Europas Auswirkungen auf die Marktanteile haben. Denn auch das Image der drei verbleibenden französischen Implantat-Produzenten Eurosilicone, Coreplas und Sebbin scheint zu leiden. Noch seien die Auftragsbücher voll, sagt Sebbin-Chef Olivier Pérusseau.

Der Mittelständler aus der Nähe von Paris kommt auf einen Jahresumsatz von rund fünf Millionen Euro. In Lateinamerika, einem der wichtigsten Märkte seines Unternehmens, das 80 Prozent seiner Produkte exportiert, würden sich inzwischen jedoch immer mehr Schönheitschirurgen von französischen Implantaten abwenden, berichtet Pérusseau.

Ähnliche Erfahrungen macht sein kleinerer Konkurrent Coreplas aus Nordfrankreich. "Unsere Exporte sind komplett blockiert", erklärt Firmenchef David Leleu. "Dabei machen wir 75 Prozent unseres Umsatzes im Ausland."

Dagegen hat Nagor, der einzige Produzent aus Großbritannien, inzwischen wie Eurosilicone in Besitz eines irischen Investmentfonds, letztes Jahr einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verbucht, nachdem die Implantate von PIP 2010 europaweit verboten wurden.

Nur ein Produzent in Deutschland

Der einzige deutsche Hersteller von Brustimplantaten, Polytech Health & Aesthetics aus Dieburg in Hessen, dürfte seinen Umsatz nach eigenen Angaben ebenfalls von Ende 2010 bis Ende 2011 gesteigert haben – von neun auf zehn Millionen Euro. Das 1986 gegründete Unternehmen, das früher mit der weltweiten Nummer Drei, Silimed aus Brasilien zusammenarbeitete, hat in Deutschland einen Marktanteil von 20 bis 25 Prozent.

Das Silikongel für die Füllung bezieht Polytech "ausschließlich von den beiden zugelassenen Unternehmen für die Herstellung von reinem medizinischen, langzeitig implantierbaren Silikon, den in den USA angesiedelten Firmen Applied Silicon und Nusil", erklärt Firmengründer Wilfried Hüser.

Marktführer Nusil Technologies kommt auf einen Jahresumsatz zwischen 50 und 100 Millionen Dollar, schätzen Experten. Sein ebenfalls aus Kalifornien stammender kleinerer Konkurrent Apllied Silicon auf zehn bis 20 Millionen Dollar. "Wir kalkulieren mit Preisen pro Liter von circa 35 Euro für das Hüllenmaterial und circa 60 Euro für die Füllung." Vor allem in Südamerika seien jedoch inzwischen Implantate aus China zu finden, die dort zu Importpreisen angeboten würden, die noch nicht einmal die Rohmaterialkosten decken würden, berichtet der 62-jährige Unternehmenschef.

Billigimporte aus China

Die chinesischen Implantate sind inzwischen auch in Europa zu finden. Denn im Gegensatz zu den USA gibt es für Implantate und andere Medizinprodukte in Europa kein strenges Zulassungsverfahren. Stattdessen "kann jeder das CE-Zertifikat bekommen", kritisiert Pierre Faure, Vorsitzender des Komitees der Krankenhäuser von Paris für Medizinprodukte.

Um eine Zulassung in Europa zu bekommen, würden Unternehmen häufig eine Prüforganisation auswählen, die dafür bekannt sein, keine Anträge abzulehnen. "Jeder weiß, dass es Südeuropa nicht so genau nimmt wie der Norden", meint er. Britische und französische Experten warnen bereits, dass bald der nächste Skandal drohen könne – bei Faltenauffüllern, die unter die Haut gespritzt werden. So seien in den USA gerade mal vier, fünf Produkte zugelassen, in Europa dagegen über hundert.

Man müsse angesichts des PIP-Skandals auf jeden Fall überlegen, ob das Prüfverfahren für Brustimplantate verändert werden müsse, meint der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie Sven von Saldern.

Ein solches Prüfverfahren gab es für die Silikonkissen von Timmie Jean Lindsay nie. Die beiden Schönheitschirurgen, die sie entwickelt haben, testeten sie lediglich an einem Hund – und dann an Lindsay. Sie leidet seit den 80er Jahren immer wieder wochenlang unter Schmerzen. "Um ehrlich zu sein, ich denke manchmal, ich sollte sie mir rausnehmen lassen", sagte sie vor fünf Jahren."

Pullmann
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Liebe diefrau,

da wir nun einen Überblick über die Hersteller haben, möchte gerne hier die Garantieleistungen der einzelnen Brustimplantat - Hersteller aufzeigen:

Mentor:
(nach dem 1. Mai 2013 eingesetzte Implantate)
Eingeschränktes Gewährleistungsprogramm für Silikongel-Brustimplantate von MENTOR® und PERTHESE TM *
* Diese Gewährleistung gilt für alle Silikongel-Brustimplantate von MENTOR® und PERTHESETM, die nach dem 1. Mai 2013 implantiert wurden.
http://mentorwwllc.de/sites/mentorwwllc_de/files/pdf/PatientCareCoverage_Mai2013.pdf

beinhaltet:
Die lebenslange Produktaustauschpolitik
• Gilt automatisch für alle Patientinnen mit Brustimplantaten von MENTOR® und PERTHESETM
• Stellt sicher, dass Sie im Falle einer nachgewiesenen Ruptur unabhängig vom Alter des Implantats Anspruch auf einen KOSTENLOSEN Austausch durch ein vergleichbares Modell jeder Größe haben
Zusätzliche Vorteile von PatientCare Promise
• Kostenfreie und automatische Aufnahme in das Mentor PatientCare Promise Programm für alle Patientinnen, die ein Silikongel-Brustimplantat von MENTOR® oder PERTHESETM erhalten haben
• Bei nachgewiesener Ruptur (aufgrund von Verschleiß oder Delamination) finanzielle Beteiligung von bis zu € 1000,– an den Kosten für OP-Nutzung, Anästhesie und chirurgische Korrekturverfahren, soweit sie nicht von einer Versicherung übernommen werden und die vorhergehende Operation nicht länger als 10 Jahre zurückliegt
• Bei nachgewiesener Kapselkontraktur Baker Grad III und IV nach Brustvergrößerung kostenloser Austausch durch ein identisches oder vergleichbares Modell innerhalb von 10 Jahren nach der vorherigen Operation

(vor dem 1. Mai 2013 eingesetzte Implantate)
die lebenslange Austauschpolitik und das PatientSafe Coverage Programm von MEnTOr® gelten nur in den folgenden fällen:
• Bei Verlust der Hüllenintegrität, die eine Implantatruptur zur Folge hat und einen chirurgischen Eingriff erforderlich macht
PatientSafe Coverage. Gewährleistungs-Programm. Partnerschaft auf Dauer.
✓ Automatische Teilnahme
✓ Kostenlos
✓ Lebenslange Produktaustauschpolitik
✓ Bis zu 10 Jahre Unterstützung von max. 1.000€ ab Datum der Implantation

das PatientSafe Coverage Programm von MEnTOr® gilt
für Silikongelgefüllte Brustimplantate von MEnTOr®, die in deutschland und den Benelux-Staaten nach dem 1. Oktober 2005 und in österreich, Lichtenstein und in der Schweiz nach dem 1. Juni 2011 implantiert wurden, vorausgesetzt, dass die Implantate:
• gemäß der jeweils aktuellen Packungsbeilage sowie anderen von Mentor herausgegebenen Benachrichtigungen oder Anleitungen implantiert wurden
• von entsprechend qualifizierten, zugelassenen Chirurgen im Einklang mit den anerkannten chirurgischen Verfahren verwendet wurden

und hier der link dazu
http://mentorwwllc.de/sites/mentorwwllc_de/files/pdf/PatientSafe%20Coverage%20Programm%20von%20MENTOR.pdf

Pullmann
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Liebe diefrau,

nun die Allergan / Natrelle Garantieleistungen:

AllerganPlus®

Im Falle des Verlustes der Hüllenintegrität
eines Implantates ersetzt Allergan nicht nur kostenfrei das Implantat, sondern gewährt innerhalb der
ersten 10 Jahre nach Implantation sogar einen Zuschuss für die Kosten der Austauschoperation. Weitere Details des AllerganPlus-Programms entnehmen Sie der folgenden Tabelle.
Die Vorteile AllerganPlus®
Automatische Registrierung √ Finanzieller Zuschuss bis zu insgesamt 1 000 Euro in einem Zeitraum von 10 Jahren nach der Implantation für Op-Belegung, Narkose und Operation √ Lebenslanger Produktaustausch √ Für alle Allergan Silikongel-Brustimplantate √ Kostenloser Größenwechsel √ Kostenfreier Implantataustausch beiOperation der kontralateralen Brust √ Freie Wahl des Implantat-Typs √

nachzulesen unter

http://www.natrelle.de/Documents/E%200175%202008%20Breast%20Augmentation%20Patient%20Brochure%20ISO.pdf

Pullmann
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Liebe diefrau,

nun die Garantieleistungen von Polytech

Implants of Excellence – das Garantieprogramm für Brustimplantate
IMPLANTS OF EXCELLENCE ist unser Garantieprogramm für Brustimplantate: Maximale persönliche Sicherheit für Sie mit deutschen Brustimplantaten.

Seit dem 1. Juli 2007 gibt es bei POLYTECH Health & Aesthetics das Patientenprogramm Implants of Excellence. Mit diesem Programm bieten wir allen teilnehmenden Patientinnen eine erweiterte Garantie für ihre Brustimplantate:

Lebenslange Garantie für Austauschimplantate im Falle einer Ruptur (Riss) der Hülle
10 Jahre Garantie für Austauschimplantate im Falle einer Verhärtung des Brustgewebes (Kapselkontraktur) sowie des Verrutschens (Dislokation) oder Drehens (Rotation) für Brustimplantate mit einer Beschichtung aus Microthane®

nachzulesen unter

http://www.polytech-health-aesthetics.com/images/pdf/IoE_Information_dt_2014-11.pdf

Pullmann
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Liebe diefrau,

nun die Garantie Leistungen der Firma Sebbin:

Lebenslange Austauschgarantie
Wir garantieren dem/-r Patient/-in im Falle eines materialbedingten Schadens an der Hülle eines SEBBIN Implantats ein kostenloses Austauschimplantat durch ein SEBBIN Implantat.

Voraussetzung: Ausschließlich qualifizierte und zugelassene Ärzte haben das Implantat gemäß den Herstellerangaben eingesetzt.

1000.- EUR Anspruch auf finanzielle Leistung im Garantiefall
Sollte tatsächlich innerhalb der ersten 10 Jahre nach Datum der Implantation ein Garantiefall eintreten, haben Sie Anspruch auf eine finanzielle Leistung bis zu insgesamt 1000.- EUR für OP-Nutzung, Anästhesie und Operation.

Voraussetzung: Kosten werden nicht schon von einem Dritten übernommen (z.B. Krankenversicherung).

Freie Modellauswahl auf das gesamte SEBBIN-Produktsortiment
Bei einem kostenlosen Austausch können Sie jede Form oder Grösse aus unserem Sortiment wählen.

nachzulesen unter http://www.sebbin-implantate.de/garantie.html

Pullmann
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Liebe diefrau,

nun die Garantieleistungen von Eurosilicone und Nagor:

Im seltenen Fall einer Ruptur werden wir kostenlosen Ersatz für eines oder beide (wenn Ihr Arzt dies empfiehlt) Ihrer Implantate bereitstellen. Wenn Sie eine Kapselkontraktur Grad III oder IV auf der unten beschriebenen Baker-Skala erleiden, werden wir kostenlosen Ersatz für eines oder beide (wenn Ihr Arzt dies empfiehlt) Ihrer Implantate bereitstellen.
*Gilt für Eurosilicone Implantate, die nach Januar 2009 (im Fall von Ruptur) bzw. März 2014 (im Fall von Kapselkontraktur) eingesetzt wurden. Gilt für Nagor Implantate, die nach Januar 2009 eingesetzt wurden (im Fall von Ruptur und Kapselkontraktur).

nachzulesen unter
http://eurosilicone.de/pdf/QU1593%20German%20Pre-Op%20Guarantee%20LR%20V2.pdf

Pullmann
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liebe diefrau,
nun haben Sie einige Texte zum Thema Garantieleistungen der einzelnen Hersteller.

Sehr oft berichten mir Patienten bei meinen Beratungsgesprächen, dass Sie bei anderen Operateuren gehört haben, dass die Brustimplantate ein Leben lang halten können und nicht mehr ausgetauscht werden müssten!
Das ist aus meiner Sicht reine Bauernfängerei bzw. Werbemassnahme-
kennen Sie irgendein Produkt, welches ein ganzes Leben hält? Ich nicht.

Im Zuge des Wettbewerbes unter den Implantatherstellern kam es zu den oben genannten Austauschgarantien bei Ruptur, jedoch werden hier meist nur die Implantate und ggfs. anteilig 1000,-€ Op Kosten übernommen.
Das bedeutet, die restlichen OP Kosten muß man selbst privat tragen.

Meinen jüngeren Patienten kläre ich hierzu immer auf, dass eine weitere OP / Implantatwechsel äußerst wahrscheinlich ist.
Wie schon mein werter Kollege Dr. Steinmetz schreibt, müssen die Implantate nicht mehr wie früher alle 10 Jahre gewechselt werden, und halten je nach OP / Arzt Technik, Verhalten der Dame, Belastung usw. unterschiedlich lange. Meinen Patienten erkläre ich, dass ich mich freuen würde, wenn die Implantate 20 bis 30 Jahre halten würden.

Hier bitte ich meine Patienten mindestens 1 mal im Jahr zur Kontrolle beim Frauenarzt / Ultraschall und bei mir vorbeizukommen.

Ein schönes Wochenende wünscht

Dr. Pullmann

Zur Lebensdauer schreibt hierzu Natrelle / Allergan:

"Sie sollten berücksichtigen, dass Brustimplantate eine begrenzte Lebensdauer haben und nicht unbedingt ein Leben lang halten. Daher muss das Implantat möglicherweise im Rahmen einer erneuten Operation entfernt oder ersetzt werden.
Im Durchschnitt haben Brustimplantate eine Lebensdauer von 10 bis 20 Jahren, die jedoch von zahlreichen individuellen Faktoren beeinflusst wird. Dabei sind verschiedene Aspekte, beispielsweise die Art des verwendeten Implantats,
die Art der Operation, Verletzungen
der Brust sowie übermäßige und wiederholte Kompressionen des Implantats zu berücksichtigen, die sich auf dessen Lebensdauer auswirken
und möglicherweise einen Ersatz erforderlich machen. Neben einem Implantathüllenbruch (siehe Seite 16) können auch Komplikationen oder
eine persönliche Entscheidung zu einer Entfernung des Implantats führen, selbst wenn es noch intakt ist.
In laufenden Studien wird die Haltbarkeit der mit Silikon gefüllten Implantate untersucht. Die Rate von Implantathüllenbruch liegt demzufolge zwischen weniger als 1 % (niedrigste berichtete Rate) nach 6 Jahren und 8,0 % nach 11 Jahren.
Die Haltbarkeit von Kochsalzimplantaten wurde über die Deflationsrate (Flüssigskeitsverlust des Implantats) ermittelt und lag sowohl bei Implantaten für die Brustvergrößerung als auch
bei Rekonstruktionsimplantaten nach 10 Jahren bei 10,5 %.

diefrau
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Lieber Dr. Steinmetz und lieber Dr. Pullmann,

wow!!!! Vielen, vielen, vielen Dank für diese tollen Informationen. Das Thema ist ja noch viel komplexer als ich gedacht habe. Aber jetzt habe ich verstanden, dass es eine wirkliche, lebenslange Garantie nicht gibt und auch gar nicht geben kann. Kostenseitig würde ich davon ausgehen, dass die unterschiedlichen Garantien der Hersteller zwar meistens lebenslang für das Implantat bezahlen, die anteiligen Kosten für die OP aber nie länger als 10 Jahre.

Ich finde es auch sehr gut, dass Sie gegenüber Ihren Patienten nicht einfach behaupten, dass die Implantate lebenslang halten werden. Und ich wäre selber schon froh, wenn ich von einer Haltbarkeit von 15 bis 20 Jahren ausgehen könnte.

Viele liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende
diefrau

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